Vettweiß/Nörvenich - Tödlicher Unfall: Weitere Bushaltestellen an der B477 werden geprüft

Tödlicher Unfall: Weitere Bushaltestellen an der B477 werden geprüft

Von: Anne Welkener
Letzte Aktualisierung:

Vettweiß/Nörvenich. Die Haltestellen entlang der B477 sind nach dem tödlichen Unfall der vergangenen Woche weiter im Gespräch. Da nun die Busse in Höhe Gladbach andernorts halten, um das Risiko für die Fahrgäste zu mindern, wird – nicht nur in Sozialen Netzwerken – der Ruf laut, auch bei anderen Haltestellen aktiv zu werden.

Auf Anfrage bestätigt Bürgermeister Joachim Kunth (CDU), dass in Sievernich „eins zu eins die gleiche Situation“ vorliege: Die Haltestelle liegt außerorts, die B477 darf dort mit 70 Kilometern pro Stunde befahren werden, und die Passagiere des Busses müssen, wenn der Bus aus Richtung Norden kommt, die Straße überqueren, um in den Ort zu gelangen.

Eine Umlegung der Haltestelle bietet sich hier aber nicht so an wie in Gladbach. Und einen Zebrastreifen zu installieren sei nicht möglich, weil dafür in einer Stunde mindestens 200 Pkw und 50 Fußgänger den Straßenabschnitt nutzen müssten. Für eine Ampel liegen die Mindestanforderungen sogar noch höher.

In den Ortsteilen Disternich und Müddersheim ist die Situation deutlich entspannter. Dort verlässt der Bus die Bundesstraße und fährt in die Orte hinein. Anders in Lüxheim. Dort führt die B477 durch den Ort, die Haltestelle befindet sich aber in einer Tempo-30-Zone. „Das ist nicht vergleichbar mit Gladbach“, betont Kunth. Auch mit Blick auf Ginnick, Froitzheim und Kelz, wo auf Landes- oder Bundesstraßen unweit der Bushaltestellen 50 Kilometer pro Stunde gefahren werden dürfen, sieht Kunth Risiken. „Gefahrenpotenzial gibt es überall“, unterstrich er.

Am besten vergleichbar zu Gladbach und Sievernich sind die Haltestellen in Eggersheim und Hochkirchen, auf Nörvenicher Gemeindegebiet. Bürgermeister Dr. Timo Czech (CDU) hat sich daher in einem Schreiben an den Landrat gewandt und darum gebeten, die Unfallkommission, die bereits die Gefahrenlage in Vettweiß begutachtete, auch in seiner Gemeinde einzusetzen. „Eine Lösung liegt hier auf den ersten Blick nicht auf der Hand, deshalb werden wir im Dialog mit den zuständigen Behörden die Optionen prüfen.“ Czech hofft, dass die Unfallkommission kreisweit die Haltestellen an Bundes- und Landstraßen überprüft, um weitere Unfälle zu vermeiden.

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