„Tierheim ist ein Rettungsanker für Tiere in Not“

Von: Sandra Kinkel
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Das Dürener Tierheim ist untrennbar mit dem Tierschutzverein verbunden. Seit drei Jahren ist Stefanie Blank hier die Chefin. Und Hund Grismo ist immer mit dabei. Foto: Sandra Kinkel
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Setzen sich vehement für den Tierschutz im Kreis Düren ein: Franz Josef Heinrichs (links) und Günther Oltrogge. Foto: Sandra Kinkel
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Gute Diskussion: DN-Redaktionsleiter Ingo Latotzki (r.) im Gespräch mit Thomas Rachel, Jürgen Plinz, Dietmar Nietan, Oliver Krischer und Franz Josef Heinrichs (v.r.).

Düren. „Das Dürener Tierheim gilt als Mustertierheim für ganz Nordrhein-Westfalen. Hier wird Tierschutz nicht im abgekapselten Raum , sondern für jeden offen zugänglich. Das ist hier ein ganz besonderer Raum“. Großes Lob von Johannes Remmel, NRW-Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, beim Festakt anlässlich des 50. Geburtstages des Tierschutzvereins für den Kreis Düren.

Nur das große ehrenamtliche Engagement, das hier geleistet würde, so der Minister, mache es möglich, dass der Tierschutz heute auch im Kreis Düren so breit in der Bevölkerung verankert ist. Einer, der seit 34 Jahren in Sachen Tierschutz unterwegs ist, ist Günther Oltrogge. So lange ist der 68-Jährige schon Vorsitzender des Dürener Tierschutzvereins. „Tierschutz ist mir eine Herzensangelegenheit“, so Oltrogge.

Er sagt auch gleich, wie sich der Tierschutz in den vergangenen fünf Jahrzehnten verändert hat. „Ganz am Anfang war der Schutz von Arbeitstieren unser großes Thema“, so Oltrogge. „Später haben wir uns besonders zu den Schwerpunkten Schächten, Massentierhaltung, Wildtiere in Zirkussen und die Katzenschutzverordnung eingebracht.“

Dass die Katzenschutzverordnung ein wichtiges Anliegen ist , wurde auch beim Festakt deutlich. In einer Diskussionsrunde, moderiert von DN-Redaktionsleiter Ingo Latotzki, debattierten die drei Dürener Bundestagsabgeordneten Thomas Rachel (CDU), Dietmar Nietan (SPD) und Oliver Krischer (Bündnis 90/Die Grünen) unter anderem über die vom Tierschutzverein geforderte Zwangskastration von Katzen mit Jürgen Plinz und Franz Josef Heinrichs vom Tierschutzverband.

„Wir haben das Katzenthema nie wirklich in den Griff bekommen“, so Franz Josef Heinrichs. Ende 2012, so Heinrichs, lebten über 200 Katzen im Dürener Tierheim. „Wir konnten damals keine weiteren Tier mehr aufnehmen.“ In sechs Kommunen des Kreises Düren, so Heinrichs, sei die Katzenschutzverordnung fest verankert. „Die Tiere werden kastriert und durch einen Chip gekennzeichnet“, sagt Franz Josef Heinrichs. „Das ist der richtige Weg.“

Genau wie die Verantwortlichen des Dürener Tierschutzvereins wünschten sich am Samstag auch Peer Fiesel, Präsident des nordrhein-westfälischen Tierschutzbundes und Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, ein klares Bekenntnis von der Politik für den Tierschutz. „In ganz Deutschland“, so Schröder, „werden jährlich 250 Millionen Euro Hundesteuer eingenommen. Aber sie sind nicht zweckgebunden. Wir würden uns wünschen, 50 Millionen für die Sanierung der Tierheime in ganz Deutschland zu bekommen.“

Tierheime und Tierschutz ließen sich nicht voneinander trennen, sagt auch Günther Oltrogge. „Eine unserer wichtigsten Aufgaben ist es immer noch, Sammelstelle für ausgesetzte und entlaufene Tiere zu sein. Das Tierheim ist wirklich ein Rettungsanker für Tiere in Not.“ Oltrogge blickt mit Stolz auf die vergangen 50 Jahre seines Tierschutzvereines: „Wir haben viel geschafft. 1963 wusste kaum einer in Stadt und Kreis, was Tierschutz ist. Heute weiß fast jeder, was wir tun.“

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