Tieren im Ausland besser vor Ort helfen

Letzte Aktualisierung:
15054481.jpg
Es ist besser, den Tieren vor Ort über die dortigen Tierschutzorganisationen zu helfen, als Hunde - ob als älteres Tier oder als Welpe - mit nach Deutschland zu bringen, sagt die Tierschutzbeauftragte des Kreises. Foto: dpa

Kreis Düren. Wer ins Ausland reist, wird dort womöglich auf Hunde und Katzen treffen, denen es nicht so gut geht wie Haustieren in Deutschland. Dem nachvollziehbaren Impuls, ein Tier mit nach Deutschland zu nehmen, sollte man dennoch widerstehen.

Dr. Elke Schelthoff, die Tierschutzbeauftragte des Kreises Düren, kritisiert ausdrücklich den Kauf von Tieren aus dubiosen Herkunftsbeständen und warnt auch mit Blick auf die anstehende Reisewelle vor sogenannten „Flugpatenschaften“.

Dabei werden Tiere im Flugzeug mitgenommen, um diese dann bei der Ankunft in Deutschland an hiesige Tierschutzorganisationen zu übergeben. „Diese Flugpatenschaften sind nicht zulässig und können trotz gut gemeintem Tierschutzgedanken großen Ärger nach sich ziehen“, weiß die Tiermedizinerin vom Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Kreises.

Es sei besser, den Tieren vor Ort zu helfen, und sei es nur durch eine Unterstützung dortiger Tierschutzorganisationen. Denn Tiere in eine fremde Umgebung mitzunehmen und mit ihnen in geschlossenen Räumen zu leben, führe nicht selten zu Verhaltensauffälligkeiten. „Oft wird nicht bedacht, dass die neuen Lebensumstände für das Tier sehr belastend oder sogar krankmachend sein können“, unterstreicht Schelthoff die Kehrseite der vermeintlich guten Tat.

Auch Hundewelpen sollten einen nicht zu unüberlegtem Handeln verleiten. So ist das Verbringen von Welpen unter 15 Wochen aus dem europäischen Ausland nach Deutschland – egal mit welchem Verkehrsmittel – nicht zulässig, weil diese Tiere noch nicht über einen gültigen Tollwut-Impfschutz verfügen.

Zum einen gibt es ein finanzielles Risiko: Die Kosten für die erforderliche Quarantäneunterbringung des mitgebrachten Jungtieres sind hoch. Zudem droht ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro. Darüber hinaus besteht bei ungeimpften Tieren immer auch eine Gesundheitsgefahr, vor allem für Kinder und Haustiere im heimischen Umfeld.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert