Tiefe Trauer: Kreuzaus Ehrenbürgermeister Walter Ramm ist tot

Von: Franz Sistemich
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War der erste hauptamtliche Bürgermeister der Gemeinde Kreuzau: Walter Ramm, der nun mit 68 Jahren gestorben ist. Foto: Archiv

Kreuzau. Walter Ramm ist tot. Der frühere Bürgermeister der Gemeinde Kreuzau ist nach längerer Krankheit gestorben. Der Christdemokrat wurde nur 68 Jahre alt. 19 Jahre war der gebürtige Kreuzauer Gemeindedirektor und Bürgermeister seiner Kommune.

Wegen seiner Verdienste ernannte die Gemeinde ihn zum Ehrenbürgermeister und zeichnete ihn mit dem höchst selten verliehenen Ehrenring der Gemeinde Kreuzau aus.

Es war der unvergessene Altbürgermeister Hans Zens, der Walter Ramm überzeugte, seine berufliche Laufbahn in seiner Heimatkommune fortzusetzen. Bis zum Jahr 1995 wirkte Ramm als Oberregierungsvermessungsrat beim Land Nordrhein-Westfalen, war in dieser Position für zahlreiche Flurbereinigungsverfahren zuständig. Zens bewegte Ramm, sich um das Amt des Gemeindedirektors in Kreuzau zu bewerben. Und so wurde Walter Ramm am 15. September 1995 Nachfolger von Heinrich Niehaves.

Vier Jahre später, am 1. Oktober 1999, wurde Ramm der erste hauptamtliche Bürgermeister der Gemeinde Kreuzau. Dieses Amt hatte der Christdemokrat 15 Jahre inne. Im Oktober 2013, ein Jahr vor der Kommunalwahl 2014, kündigte Ramm an, vor Ende seiner Amtszeit im Jahr 2015 zurückzutreten: Seine angeschlagene Gesundheit, sagte Ramm damals, erlaube es ihm nicht, bis zum Ende seiner Amtszeit als Bürgermeister tätig zu sein.

Er wolle sich mehr um seine Familie kümmern, zu der auch Enkelkinder gehören. Auch ansonsten werde keine Langeweile aufkommen, sagte er: Der Garten, der Geschichtsverein, das Deutsche Rote Kreuz und der Eifelverein würden dafür sorgen.

„Als Bürgermeister“, sagte Ramm einmal, „sollte man nicht immer auf den ersten Zug aufspringen. Es ist besser, ein wenig zu warten, um dann eine optimale Lösung herbeizuführen.“ Ihm lagen besonders die rund 120 Vereine in der Gemeinde Kreuzau am Herzen. Zudem lag einer seiner Schwerpunkte in der Gestaltung der Zukunft der Kommune, auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels.

Besonders freute es den Christdemokraten, dass in Friedenau barrierefreier Wohnraum geschaffen und zwischen Winden und Kreuzau Geschäfte angesiedelt wurden. Zu den weniger erfreulichen Aspekten seiner Tätigkeit zählte für Ramm die finanzielle Situation seiner Kommune und dass die Anzahl der Gemeindebeschäftigten während seiner Amtszeit von 125 auf 100 reduziert wurde.

Die Exequien für Walter Ramm werden am Freitag, 2. Juni, ab 14.15 Uhr in der Pfarrkirche St. Heribert gehalten. Anschließend ist die Beerdigung von der Friedhofskapelle aus.

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