THW Hürtgenwald hat keine Nachwuchssorgen

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Bergstein. Seit dem Juli ist die Bundeswehr eine „Freiwilligenarmee”, die Wehrpflicht ist ausgesetzt - und damit entfällt auch die Pflicht zum Ersatzdienst.

Das hat auch Auswirkungen auf die Verpflichtung von Helfern bei den Freiwilligen Feuerwehren, den Hilfsorganisationen (DRK, Malteser, DLRG und Johanniter) sowie der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW). Der Ersatzdienst befindet sich im Wandel. Der Gedanke, lieber beispielsweise beim THW einige Jahre ehrenamtlich in der Freizeit aktiv zu werden anstatt sechs Monate „zur Bundeswehr eingezogen” zu werden und dadurch wertvolle Zeit im Beruf oder Studium zu verlieren, zählt jetzt nicht mehr.

Beim THW-Ortsverband Hürtgenwald mit Unterkunft in Bergstein hat man sich in der Vergangenheit nicht nur auf diesen Zustrom der Ersatzdienstleistenden verlassen. Das zahlt sich heute besonders aus. „Die Förderung des Jugend-THW hat in Hürtgenwald seit vielen Jahren einen besonders hohen Stellenwert”, sagt Dr. Helmut Heuser, Ortsbeauftragter des THW Hürtgenwald und selber ehemaliger Jugendbetreuer.

Spielerisch und ohne Zwang werden die Jugendlichen an die vielfältige Arbeit im THW herangeführt. Dies beginnt bei der Minigruppe für Sieben- bis Elfjährige und wird intensiviert bei der Jugend vom zwölften bis 17. Lebensjahr. Jungen und Mädchen treffen sich regelmäßig zu Ausbildungsveranstaltungen, zum Spielen oder zu Wettkämpfen mit anderen Jugendgruppen. Jugendtouren zählen zu den Höhepunkten der Jugendarbeit. „Und hat man erst einmal ein paar Jahre die Jugenduniform getragen, ist es für viele nur noch ein kleiner Schritt vom Jugend-THW in den Aktiven Dienst”, glaubt Jugendbetreuer Guido Jörres.

„Als ich meinen Ersatzdienst beim THW angetreten habe, galt es noch, zehn Jahre zu absolvieren”, erinnert sich Zugführer Rainer Bergs. In den Folgejahren wurde mit der Verkürzung des Wehrdienstes auch die Zeit im Ersatzdienst angepasst. Zum Schluss auf vier Jahre. Aber die Wenigsten kehren dem THW Hürtgenwald danach den Rücken zu. Mehr als 90 Prozent haben sich vor Aussetzung der Wehrpflicht freiwillig dem THW verpflichtet.

Neue Helfer willkommen

Der Ortsverband Hürtgenwald ist aus Sicht von Zugführer Rainer Bergs in der glücklichen Lage, durch Kameradschaft und interessante Dienste die Helfer nachhaltig zu begeistern und zu motivieren. Jeden Freitagabend der geraden Kalenderwoche trifft sich der technische Zug zur Ausbildung. Durch das umfassende Leistungsspektrum im Ortsverband Hürtgenwald konnte in der direkten Zuständigkeit für Hürtgenwald, Kreuzau, Nideggen und Heimbach schon vielfältig geholfen werden. Auch in den Kreisen Düren, Aachen und Euskirchen wird das Team aus Bergstein zur Unterstützung angefordert. „Zur Aufrechterhaltung der vorhandenen hohen Leistungsfähigkeit sind natürlich neue Helfer in Hürtgenwald willkommen”, sagt Helmut Heuser. „Dabei stehen nicht nur den Fachkräfte und Spezialisten die Türen offen, sondern allen Menschen, die gerne im Team arbeiten wollen und hohe Motivation für ehrenamtliche Arbeit und technische Herausforderung mitbringen um im Unglücksfall schnell und effizient helfen zu können.”
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