Düren - Therapie schützt die Gesellschaft

Therapie schützt die Gesellschaft

Von: Hannes Schmitz
Letzte Aktualisierung:
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Einen Blumenstrauß überreichte Jens Bröker, Vorsitzender des Krankenhausausschusses, der LVR-Direktorin Ulrike Lubek, die zur Amtseinführung der neuen Ärztlichen Direktorin Dr. Ulrike Beginn-Göbel (rechts) nach Düren gekommen war. Foto: Schmitz

Düren. Nun ist das Führungstrio der LVR-Klinik Düren auch offiziell wieder komplett. Im Rahmen einer Feierstunde wurde Dr. Ulrike Beginn-Göbel als Ärztliche Direktorin in ihr Amt eingeführt.

Mit Friedel Schulz als kaufmännischer Direktor und Vorstandsvorsitzenden sowie Jutta Schlegel als Pflegedirektorin trägt die 53-jährige promovierte Humanmedizinerin und Diplom-Psychologin die Verantwortung für die rund 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der psychiatrischen Fachklinik.

Sie ist innerhalb der Klinikleitung zuständig für die Entwicklung, Anpassung und Umsetzung der fachlich-medizinischen Inhalte und Bereiche der Klinik und repräsentiert die Einrichtung in der Öffentlichkeit.

LVR-Direktorin Ulrike Lubek würdigte die Fähigkeiten und das Wissen von Ulrike Beginn-Göbel, die seit 25 Jahren in der Dürener LVR-Klinik tätig ist. Das fachlich hochwertige Fundament ihrer Arbeit schuf sie durch Weiterbildungen zur Fachärztin für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin. Seit 1992 leitet sie als Chefärztin die Abteilung Allgemeine Psychiatrie II, die für die Versorgung des Nord- und Mittelkreises Aachen zuständig ist.

Inhaltlich hat sich die Psychiaterin auf die Diagnostik und Behandlung von Menschen mit schweren Traumatisierungen spezialisiert. 2006 bestellte die Klinik sie zur Stellvertreterin des Ärztlichen Direktors, dessen Aufgaben sie seit Februar dieses Jahres kommissarisch wahrnahm.

In ihrer Einführungsrede formulierte die Medizinerin klare Ziele. Sie begrüßte, dass konkrete Pläne für einen Ersatzneubau der akutpsychiatrischen Aufnahmeklinik entwickelt werden können. Zwar ist ihr bewusst, dass in Zeiten leerer Kassen kostenintensive Maßnahmen wie ein neues Gebäude „extrem unpopulär” seien. Dieses Projekt zu realisieren sei aber von „herausragender Bedeutung” für die Patienten, damit sie sich in der Klinik gut aufgehoben fühlen könnten.

„Hochwertige Behandlung hat ihren Preis”, führte die Ärztliche Direktorin aus. Wenn durch eine intensive Therapie auffällig gewordener Menschen neue Straftaten bestmöglich verhindert werden könnten, diente dies dem „Schutz der Gemeinschaft” und müsste „uns diesen Ressourceneinsatz wert sein”, begründete die Ärztliche Direktorin ihre Forderung nach mehr Personalmittel in der Forensik.

Jens Bröker (SPD), Vorsitzender des zuständigen Krankenhausausschusses 1, sprach sich dafür aus, bei der Weiterentwicklung der Angebote der LVR-Klinik Düren an dem Ziel festzuhalten, die Wohnortnähe durch den Ausbau dezentraler Einrichtungen weiterzuentwickeln.

Mit zunehmender Entfernung zum Versorgungskrankenhaus würden Patienten deutlich weniger psychiatrische Behandlungshilfen in Anspruch nehmen und immer mehr auf die internistische und neurologischen Fachabteilungen der Allgemeinkrankenhäuser ausweichen, in denen seiner Meinung nach „eine adäquate Behandlung nicht möglich ist”.

Die LVR-Klinik sah Bröker auf dem richtigen Weg, mit umfangreichen Projekten wie in Bergheim ortsnahe Behandlungsangebote an zu bieten.
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