Theo Hüffel ist der CDU-Kandidat

Von: Stephan Johnen
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Theo Hüffel ist der Bürgermeisterkandidat der Heimbacher CDU. Foto: sj

Heimbach. Gerd Linden hatte um eine breite Unterstützung und ein „starkes Wahlergebnis“ gebeten – und die Mitglieder der Heimbacher CDU verweigerten sie ihrem Stadtverbandsvorsitzenden nicht: Mit 39 Ja-Stimmen kürten die Christdemokraten den Wachtberger Bürgermeister Theo Hüffel am Mittwochabend mit 39 Ja-Stimmen zum Bürgermeisterkandidaten.

Es gab drei Enthaltungen, aber keine Gegenstimme. Der 53-Jährige war der Wunschkandidat von Parteivorstand und Fraktion. Auch der Suche nach einem Nachfolger für Bert Züll seien bei der CDU sechs Bewerbungen eingegangen, eine wurde später zurückgezogen, berichtete Linden. Theo Hüffel machte das Rennen. „Er gilt als erfahrener Finanzfachmann und er hat gute Ideen, die Heimbach ein Stück nach vorne bringen können“, stellte Linden den Kandidaten als einen erfahrenen Verwaltungslenker und „Kümmerer“ mit einem „guten Gespür für die Belange der Bürger“ vor.

Linden lud die anderen im Stadtrat vertretenen Parteien ein, sich mit Theo Hüffel und der CDU an einen Tisch zu setzen und ins Gespräch zu kommen. Er wolle für den Kandidaten der CDU werben. Erfreulich sei, dass die Fraktion der Grünen Bereitschaft signalisiert habe, Hüffel zu unterstützen. „Wenn ich fünf oder sechs Jahre jünger gewesen wäre, hätte ich meinen Hut mit in den Ring geworfen“, sagte Linden. Doch nach 25 Jahren lokalpolitischer Tätigkeit stehe er – wie 2009 angekündigt – nicht mehr für eine Wahl zur Verfügung. Gerd Linden ließ sich auch nicht mehr als Direktkandidat aufstellen.

Mit Theo Hüffel setzt die CDU auf einen Kandidaten, der über langjährige Berufserfahrung in der Verwaltung verfügt. Der Vater von zwei Kindern hat „Verwaltung von der Picke auf gelernt“ und übernahm nach Ausbildung und Studium unter anderem Leitungspositionen in der Kämmerei, im Baubetriebsamt und im Hauptamt in der Gemeinde Wachtberg und bei der Stadt Meckenheim. Im Jahr 2004 wurde er zum Bürgermeister Wachtbergs gewählt. Heimbach kenne er als Segler, sein Boot liegt in Schwammenauel. Er habe Stadt und Menschen „kennen- und schätzen gelernt“, sagte er. „Bürgermeister in Heimbach – das macht man nicht mit links, nicht mal eben nebenbei“, versicherte er, für eine „neue Herausforderung“ bereit zu sein und sich mit ganzem Herzen dieser Aufgabe stellen zu wollen. Auch werde er nach Heimbach ziehen.

In Wachtberg verzichtet er auf ein Jahr seiner Amtszeit. Damit möchte er klarstellen, „dass ich mich 100 Prozent auf Heimbach konzentriere. Ein Hintertürchen oder ein Zurück gibt es für mich nicht.“ Er appellierte an die CDU-Mitglieder, mit ihm in den Wahlkampf zu gehen, um ein gutes Ergebnis für Partei und Bürgermeisterkandidaten zu erzielen.

In seiner Rede unterstrich Theo Hüffel unter anderem die Notwendigkeit, weiter einen wachsamen Blick auf die Heimbacher Finanzen zu werfen und die Handlungsfähigkeit zu garantieren. Er schlug vor, ein Frühwarnsystem und ein unterjähriges Berichtswesen einzuführen, um bei jeder Entscheidung die Lage schneller einschätzen zu können. Weiter müsse die interkommunale Zusammenarbeit geprüft werden. „Es geht nicht darum, unsere Selbstständigkeit aufzugeben, aber es gibt Verwaltungsarbeiten, die gemeinsam effektiver organisiert werden können.“ Weiterhin auf seiner Agenda stehe die Stabilisierung der Bevölkerungsstruktur und die Förderung von Wohnraum für junge Familien. Hüffel regt an, junge Familien zu unterstützen, die alte Häuser kaufen. Auch müssten Baulücken geschlossen und Wohnungsleerstände angegangen werden. Heimbach brauche Senioren ebenso wie junge Menschen. Eine weitere Aufgabe sei die Umsetzung des Masterplans Innenstadt, dabei setze er wie bei allen Entscheidungen auf hohe Beteiligung der Bürger.

Als persönlichen Schwerpunkt der Arbeit nannte Hüffel den Tourismus. „Er ist die Lebensader unserer Stadt.“ Es gebe noch viel Potenzial, viele Möglichkeiten der Vernetzung und Weiterentwicklung. Seien es Angebote für den Winter, ein Stadtmarketing oder Kontaktpflege mit anderen Tourismusregionen. Er beendete seine Vorstellung mit einem leicht abgewandelten Zitat des früheren Bundespräsidenten Horst Köhler: „Ich glaube an diese Stadt, weil ich an ihre Menschen glaube.“

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