Theaterverein „Frohsinn” begeistert über 2000 Zuschauer

Von: dam
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Streithähne: Die Sekretärinnen Monika Zeisig (Ute Mambor)(l.) und Gloria Kaktus (Doris Löhrer). (dama)

Ellen. Da wäre der Saal der Gaststädte Wamig-Weber in Ellen wohl beinahe zu klein gewesen. Man fühlte sich fast erschlagen von der Menge der Leute, die sich alle wegen der neuen Aufführung des Theatervereins „Frohsinn”- zusammen gefunden haben.

Der Theaterverein besteht seit 1919 und spielte anfangs jährlich zu Weihnachten und Mitfasten Vorführungen über die Belehrung der Ellener Dorfgemeinschaft auf.

„Ende der 60er Jahre haben wir uns dann auf Boulevardstücke umgestellt, und in den letzten 18 Jahren wurden die Aufführungen in der heutigen Besetzung immer beliebter.

Mittlerweile haben wir um die acht Vorstellungen im Jahr und mehr als 2000 Zuschauer pro Saison”, freut sich Regisseur Dr. Helmut Brandt.

„Unsere ´Schauspieler” stellen eine bunte Mischung aus allen Berufen dar, von der Kassiererin bis zum Lehrer. Ich selber bin Chefarzt der Urologie im Dürener Krankenhaus. „Gemeinsam ist allen unser Hobby und unsere Liebe zum Theaterspielen, die uns verbindet”, erklärt Brandt.

Und dann war es soweit. Die Scheinwerfer leuchteten auf und mit dem Lied „Theater” von Katja Ebstein wurde der Abend eingeleitet. „Vorhang auf” hieß es für den ältesten Theaterverein im Raum Düren.

In „Drei tolle Väter” geht es um den unehelichen Sohn Paul Piepenbrink, dessen Mutter Sängerin war und von drei eventuellen Vätern, die ebenfalls Bühnenkünstler waren, 20 Jahre lang Alimente gezahlt bekommen hat.

Die Geschichte wäre nie ans Tageslicht gekommen, hätte Paul sich nicht in die Tochter eines seiner möglichen Väter verliebt. Dieser vermutet in den Kindern Geschwister und versuchte mit allen Mitteln, die Heirat zu verhindern. Zu allem Überfluss kommt auch noch die Exfreundin von Paul dazu, und die Sekretärinnen der Künstleragentur Zeisig und Kaktus mischen ebenfalls heftig mit. Privatdetektiv Holmes soll das Problem klären.

„Es ist eigentlich ein sehr modernes Stück, aber ich habe es in die 50er Jahre zurückverlegt, da bisher auf der Bühne nur Klassiker aus den 20er Jahren aufgeführt wurden”, erklärt Brandt.

Mit 320 Besuchern, die auch aus Köln und Düsseldorf anreisten, war die Premiere schon vor Wochen ausverkauft - wie auch alle anderen Veranstaltungen.
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