Ellen - Theaterverein Ellen bringt „Die verkaufte Großmutter“ auf die Bühne

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Theaterverein Ellen bringt „Die verkaufte Großmutter“ auf die Bühne

Von: Stephan Johnen
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Die Truppe um Regisseurin Gaby Drygall (rechts) probt eifrig für die Premiere am 4. März. Foto: Stephan Johnen

Ellen. Das Theaterspielen hat in Ellen Tradition. Ein Jahr nach Ende des Ersten Weltkriegs haben die Bürger dem Theaterverein Frohsinn gegründet. Friedrich Schillers Zitat „Ernst ist das Leben – heiter die Kunst“ ziert die Flagge des Vereins.

Bis heute ist der Name Programm. Es darf gelacht werden, wenn die Truppe um Regisseurin Gaby Drygall einen Schwank auf die Bühne bringt. Sehr oft Millowitsch-Stücke, in diesem Jahr mit „Die verkaufte Großmutter“ ein Schwank aus der Feder von Franz Streicher und Franz Jorschik. Die Premiere wird am Freitag, 4. März, gefeiert (siehe Infokasten). Wenn sich der Vorhang öffnet, feiern die Ellener auch eine Art Geburtstag: Vor 25 Jahren haben sie das Theaterspielen sozusagen wiederbelebt, seitdem wird ununterbrochen jedes Jahr ein neues Stück aufgeführt.

„Zur 800-Jahr-Feier des Ortes haben wir das erste Mal wieder gespielt“, blickt der Vorsitzende Peter Heyden zurück. „Alles wegen Laura“ hieß das Stück, mit dem einige Theaterenthusiasten an die alte Tradition anknüpfen wollten und einen Erfolg landeten. Geplant war eine Vorstellung, aufgrund der Nachfrage wurden Zusatztermine angeboten. Damit hatte wohl niemand gerechnet.

„Bei Schauspielern und den Zuschauern war in der Vergangenheit das Interesse eingeschlafen“, sagt Heyden. Lange blieb die Bühne leer. Es war die Zeit, in der das Fernsehen groß wurde, sich die Freizeitinteressen der Menschen veränderten. Ans Theaterspielen dachte im Verein niemand.

Heute sieht das zum Glück ganz anders aus. „Was im Fernsehen läuft, hat jeder schon zehnmal gesehen“, bilanziert Vereinsmitglied Willi Schulte augenzwinkernd. Ja, vielleicht würden sich Menschen im Zeitalter der Globalisierung auch wieder über ein unterhaltsames Stück Dorfleben freuen, auf einen gemeinsamen Theaterabend. „Die Menschen wollen bei uns, mit uns, ein paar schöne Stunden verbringen“, sagt Rudolf Schwalbach, der eher durch Zufall zur Truppe dazugestoßen ist. Weil sein Vater auf der Bühne stand, wurden dem Sohn auch schauspielerische Qualitäten unterstellt. Er sprang einmal ein – und blieb dabei. Der Verein hat rund 70 Mitglieder, acht stehen auf der Bühne. Das jüngste Mitglied des Ensembles ist 27, das älteste 78 Jahre alt.

„Wir bräuchten noch ein paar Männer“, rührt die Regisseurin die Werbetrommel. Wer Interesse hat, erhält weitere Informationen unter Telefon 02428/6610. Selbstverständlich sind auch Schauspielerinnen willkommen.

Derzeit laufen die Proben auf Hochtouren. Zu viel verraten möchten die Akteure im Vorfeld aber nicht. Nur so viel: Es geht um Liebe und Geld, Irrungen und Wirrungen rund um den Erhalt einer Erbschaft. Zentrale Figur ist eine clevere Großmutter. Frohsinn ist auch mit dabei. Garantiert.

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