Theaterstück entlarvt die Strategien der Sexualstraftäter

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Basta Zartbitter
Das Theaterstück des Vereins „Zartbitter“ macht deutlich, worauf Eltern und Erzieher achten sollen, wenn es um sexuelle Belästigungen geht.

Düren. Die Eltern von Paula sind im Campingurlaub und werden dort durch die Täterstrategien des Platzanimators bei den Nachbarskindern an eigene Erlebnisse erinnert. Sie besprechen vor dem Publikum den sexuellen Missbrauch durch den Fußballtrainer an ihrer Tochter zwei Jahre zuvor.

Der Verein „Zartbitter Köln“, der dieses Theaterstück konzipiert hat und aufführt, beschreibt den Inhalt: Die Eltern durchleben schmerzhafte Erfahrungen und die tiefe Erschütterung, die der Vertrauensbruch des von ihnen zuvor geschätzten Trainers, die Aufdeckung des Missbrauchs und die Vertuschungsversuche des Fußballvereins bei ihnen ausgelöst haben: Wut, Angst, Sorge um die Tochter, Selbstzweifel, Paarkonflikte, Misstrauen.

Aufmerksam sein

„Wir hatten Fälle mit Sporttrainern auch im Kreis Düren. Problematisch wird es, wenn der Trainer gehen muss, dann aber einfach den Verein oder die Stadt wechselt und dort wieder von vorn beginnt, Vorstand, Eltern und Kinder strategisch in den Aufbau eines Übergriffs einzubinden“, so eine Sprecherin des Vereins basta! e.V., „helfen kann hier die Verpflichtung zur Vorlage eines erweiterten polizeiliches Führungszeugnisses, ein wichtiger Baustein für den Kinderschutz, denn darin werden auch geringe Vergehen im Bereich der Sexualstraftaten aufgeführt.“

Petra Janster vom Sozialdienst katholischer Frauen und Britta Roszinszky vom Deutschen Kinderschutzbund haben mit dem Verein basta! e.V. dieses Theaterstück zur Prävention im Rahmen von Fortbildungsangeboten für Offene Ganztagsgrundschulen angeboten.

Mehr als 200 PädagogInnen, aber auch Ärzte, Jugendamtsvertreter und Eltern informierten sich beim kurzweiligen Theaterstück und der anschließenden Diskussion.“

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