Hausen - Theaterstück: Adelig, arm und keine Besserung weit und breit

Theaterstück: Adelig, arm und keine Besserung weit und breit

Von: Laura Huppertz
Letzte Aktualisierung:
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Lady Ellen, Butler Mortimer und Sir George trugen auch zur Erheiterung des Publikums mit ihrem Dreiakter „Bubblegum und Brillanten“ bei.

Hausen. Pleite, adelig und keine Besserung in Sicht? Für Sir George Middlesome, Earl of Eastermoor, und seine Gattin Lady Ellen ist genau das bittere Realität. Doch was tut man in einer solchen Situation, wenn man seine Ehre behalten will?

Für die beiden Lordschaften kommt nur eins infrage: Sie möchten ihrem Leben selbst ein Ende setzen, um ihr Ansehen zu retten. Doch beide müssen leider erkennen, dass es gar nicht so einfach ist, ihren Plan in die Tat umzusetzen. Nach mehreren gescheiterten Versuchen müssen sie auch noch mit Schrecken feststellen, dass die geplante Todesanzeige viel zu früh in der Zeitung gedruckt worden ist, was die Versicherung der beiden auf den Plan ruft.

Nachdem sie erfahren haben, dass die Versicherung bei Selbstmord nicht zahlt, engagiert Sir George einen Auftragsmörder. Doch bis dieser seinen Auftrag umsetzen kann, haben sich die beiden Auftraggeber eigentlich entschieden, nicht mehr dem Leben entsagen zu wollen.

Spannende Geschichte

Von nun an entwickelt sich eine aufregende und spannende Kriminalgeschichte, die mit vielen Wendungen immer wieder für Überraschungen sorgt. Die Theatergruppe des MGV „Eintracht Hausen – gemischter Chor“ begeisterte das Publikum mit der geballten Kraft von 250 Jahren Theatererfahrung, die sich an diesem Abend auf der Bühne befand.

Unter der neuen, alten Regie von Hans-Peter Lennartz brillierten die Laienschauspieler in ihrem selbst gewählten Dreiakter „Bubblegum und Brillanten“. Eingeleitet wurde der Abend von dem Chor mit einem Lied über Mord und Totschlag, das den ausverkauften Saal erheiterte. Die 14 Schauspieler und 27 Sänger stammen alle aus Hausen. Damit alle sechs Auftritte so tadellos verliefen, wurde in den vergangenen zwei Monaten dreimal die Woche geprobt.

Der Verein, der seit 1879 Theater spielt und damals sogar mit den selbst gebauten Requisiten bis nach Köln zog, um Geld für die Vereinsfahne zu sammeln, feiert in diesem Jahr die 125. Wiederkehr der Fahnenweihe. Diese existiert noch und ist nach all diesen Jahren immer noch intakt. Doch verstaubt ist der Verein deshalb noch lange nicht. Jedes Jahr wird ein neues Stück geprobt und das Bühnenbild gebaut. Diese Leidenschaft lockt nicht nur Besucher aus der direkten Umgebung an, sondern auch aus dem Oberbergischen.

Renate Höller und Hubert Dick sind extra auf besonderen Wunsch seines Bruders an diesem Abend angereist. „Es gefällt mir sehr gut“, sagte Hubert Dick und seine Frau bestätigte „Wir kommen gerne wieder“. Viele der Gäste sind allerdings schon etliche Male dort gewesen und werden vermutlich auch im nächsten Jahr wieder dabei sein.

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