Theatergruppe „Die Kunterbunten“ führen im Vereinsheim auf

Von: Axel Keldenich
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Fall gelöst: Das Ensemble der „Kunterbunten“ begeisterte die Zuschauer in Straß mit dem „Raub im Rurtal-Express“. Foto: Axel Keldenich

Straß. Dass das nicht klappen würde, ahnten die Zuschauer schon in der ersten Szene des Bühnenstücks „Raub im Rurtal-Express“, das die Rölsdorfer Theatergruppe „Die Kunterbunten“ im Vereinsheim von Alemannia Straß aufführte.

Zu ungeschickt stellte sich das Räuberpärchen Kati und Rudolf schon bei der letzten Vorbesprechung ihres Planes an, wenn der Macho seine Worte beim Überfall noch einmal vom Spickzettel rekapituliert. Tatort war der Rurtal-Express, in dem es ausnahmsweise ein Bordbistro mit Champagner-Bar gab, wo man aber auch sonst so ziemlich alles Ess- und Trinkbare bekam.

Eine hellwache Person

Den Ausschank dort hatte Gertrud inne, eine hellwache Person, die aber zunächst ganz anders wirkte. Sie war wohl die Einzige unter den elf Charakteren, die im Laufe der drei Akte auftauchten, die jederzeit den vollen Durchblick hatte. Was nicht ganz einfach war, angesichts so verschrobener Rollen wie einer Oma mit einem „Riesenbaby“ als Enkel, einer Putzkraft, die wortgewaltig jedem dazwischenredete und nicht zuletzt einem extrem duseligen Polizistenpaar.

Während diese beiden mit Hilfe eines über dem Rurtal kreisenden Polizeihubschraubers und eines Sonder-Einsatz-Kommandos am Ende tatsächlich die Täter identifizierten und verhafteten, hatte Gertrud klammheimlich die Beute an sich gebracht. Jetzt kann sie sich ihren Urlaubswunsch erfüllen. Obwohl sie immer schon nach „El Urinal“ wollte, entschied sie: „Das reicht jetzt nicht nur für Malle, sondern für die „Malle-Diven“.

Nach ein paar Jahren Pause haben die „Kunterbunten“, die seit ihrer Gründung vor auf den Tag 20 Jahren regelmäßig bis 2013 Theaterstücke für Kinder aufgeführt haben, nun ein beachtliches Debüt auf der Bühne für erwachsenes Publikum gegeben. Dieses lohnte die Mühen der Akteure mit kräftigem Applaus und einigen Vorhängen.

Zum Ensemble gehören Rüdiger Leesten, Anja und Martin Swenshon, Monika Fuchs, Ina Ruick, Ute Grap, Gabi Nietmann (die auch das Drehbuch schrieb), Brigitte Heuser, Katrin und Michael Oepen sowie Simone Lindner, ergänzt durch Waltraud und Wolfgang Siebarth und Aggi Oepen, die im Hintergrund wirken.

Die Einnahmen der beiden Aufführungen werden die Künstler traditionell für einen guten Zweck spenden.

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