Theatergruppe „Akkutaresse“ begeistert in Hasenfeld

Von: ale
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Die Theatergruppe „Akkutaresse“ landete mit dem Stück „Die Gedächtnislücke” einen Volltreffer und spielte am Wochenende dreimal vor ausverkauftem Haus. Foto: ale

Hasenfeld. Es war das sechste Mal, dass die Theatergruppe „Akkutaresse“ ihr Publikum beglückte, und wieder gelang es, die Zuschauer mit originellem Schauspiel zu begeistern. Die Laiendarsteller aus Heimbach, Hausen und Hasenfeld spielten am Wochenende dreimal im ausverkauften Hasenfelder Hof.

Die erste und vielleicht schwierigste Aufgabe besteht darin, das zur Truppe passende Stück auszuwählen, davon weiß die Spielleiterin Gerda Boje zu berichten. Sie liest während des Winters mehrere Stücke und zerbricht sich den Kopf, wer welche Rolle möglichst treffend ausfüllen könnte. Alle waren davon überzeugt, dass sie diesmal eine perfekte Wahl getroffen hat. Dann wurde voller Eifer drei Monate lang gelernt, geprobt und mit wachsender Spielfreude der Premiere entgegengefiebert. Nun ist das Theaterwochenende dermaßen gelungen, dass „Die Gedächtnislücke“ von Bernd Gombold in diesen Tagen noch für Gesprächsstoff sorgen wird.

Mit ordentlich lautem „Buff tata“ ging es los, denn die Musikkapelle übte mal wieder (im Hintergrund) den Bayrischen Defiliermarsch. Davon fühlt sich das „zugezogene“ Ehepaar Silberstein gestört und beschwert sich beim Bürgermeister. Außerdem soll er gefälligst den krähenden Hahn des Nachbarn zum Schweigen bringen und das störende Glockengeläut abstellen. Bei soviel Druck von allen Seiten muss der Bürgermeister, brillant gespielt von Hans-Peter Kulina, Pillen in allen Farben nehmen. Martha Lennartz als vornehme Ludwiga Silberstein und ihr Gatte (Robert Feicke) waren ein einziger Genuss: Sie als völlig überkandidelte Zicke und er als Pantoffelheld, der ihr alles nachbrabbelt.

Richtig schwer hatte es die Sekretärin, die zu vermitteln versucht: Ivonne Wawer spielte die beflissene Dame textsicher und mit tollem Mienenspiel. Ein echtes Schlitzohr war der Amtsdiener, der jede Situation für sich auszunutzen weiß: Mit Achim Heinen hatte man die Rolle optimal besetzt. Und dann die Klatschtante Emma von nebenan. Jedes Mal bekam Gerda-Marie Jung Szenenapplaus, wenn sie versprach, das Neuste für sich zu behalten und doch gleich zu ihren Freundinnen rannte.

Auch Sofia Heinen in der Rolle der temperamentvollen Ehefrau und Manfred Kau als Vorsitzender des Musikvereins waren Volltreffer. Und dann amüsierten sich die Zuschauer noch über den lispelnden Professor (Stephan Schmitz) und die schüchterne Rosalinde (Liesel Kulina), das „Vorkriegsmodell“.

Vor allem die witzige Art und Weise, wie die Schauspieler erstens Platt sprachen und zweitens Lokalkolorit in das Geschehen hinein mixten, sorgte für Lachsalven.

Herzlicher, langanhaltender Applaus war das Brot der Künstler; das dankbare Publikum ist sich einig: Man möchte den Theaterabend in Hasenfeld nicht mehr missen.

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