Theatergruppe „Akkuratesse“ begeistert Zuhörer in drei Akten

Von: Bruno Elberfeld
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Kurz vor dem Auftritt am zweiten Abend freuten sich die Akteure auf „Zu früh gefreut“. Foto: Bruno Elberfeld

Hasenfeld. Einmal im Jahr ist der „Hasenfelder Hof“ nicht wiederzuerkennen. Im Sälchen stehen auf engstem Raum voll besetzte Tischreihen, einige Gäste müssen sich mit Plätzen an Stehtischen zufrieden geben. Drei Tage lang feiern die Hasenfelder und Freunde des lokalen Theaters mit den Darstellern der „Akkutaresse“ ihr Theaterwochenende.

Das Sälchen ist dreimal rappel voll bis auf den letzten Platz. Es ist ja auch herzerweichend, wenn da auf der Bühne der Mann von nebenan steht, die Frau aus der Parallelstraße, mit deren Tochter der eigene Sohn die Schulbank gedrückt hat. Zwischen den Schauspielern und den Zuschauern ist von Beginn an ein Urverständnis. „Man kennt sich.“

In diesem Jahr hat die Theatergruppe „Zu früh gefreut“, einen Schwank in drei Akten von Bernd Gombold, ausgesucht. Da liegt der kleine Bauernhof der Zieglers in der Nähe von Hasenfeld. Eine schwerhörige Oma (Gerda-Marie Jung), Vater Emil Ziegler (Hans-Peter Kulina) und der Sohn Dieter Ziegler (Dr. Stephan Schmitz) gehören zum bäuerlichen Haushalt. Bauer Emil Ziegler beschäftigen zurzeit zwei Probleme: Sein Land liegt mit all seinen Grundstücken im Naturschutzgebiet „Feuchtwiesen“. Für eine wirtschaftliche Zukunft der kleinen Landwirtschaft sieht es da düster aus.

Das zweite Problem ist Sohn Dieter, der den Hof weiterführen soll. Doch dieser Dieter zeigt keinerlei Interesse am weiblichen Geschlecht. Wie soll da jemals ein Stammhalter her? „Liebe Freunde“ aus der Nachbarschaft streuen mit ihrem Geschwätz immer mehr Salz in die Wunde des Bauern.

Das Bürgermeister-Duo, Bürgermeister Siegmund Müller (Achim Heinen) und sein Stellvertreter Richard Raffer (Manfred Kau), Bauunternehmer und Jäger, vermuten auf dem Grundstück der Zieglers eine Thermalquelle, durchaus für lukrative Investitionen geeignet. Eine „Thermal-, Kur- und Bäderlandschaft“ soll auf dem Land der Zieglers entstehen.

Probleme sind vorgezeichnet. Die Vorsitzende des örtlichen Naturschutzvereins, Mira Meislein (Martha Lennartz), mischt sich ein. Dr. Gunda Gräber (Sophie Heinen) soll ein Gutachten erstellen. Hübsch und sympathisch, wie sie daherkommt, mischt sie Hasenfeld auf, trägt aber letztlich zur Lösung der Probleme bei. „Zu früh gefreut“ – ein Theaterstück mit Lösungskompetenz für viele kommunale Streitigkeiten.

In weiteren Rollen spielten Franziska (Ivonne Waver), die Tochter eines Nachbarbauern sowie Helga (Liesel Kulina), die schwatzhafte Briefträgerin. Souffleuse war Gerda Boje, um die Maske kümmerten sich Sabrina Küpper und Johanna Stockhausen, die Spielleitung hatten Gerda und Richard Boje. Alle Mitwirkenden würde es freuen, wenn die Stadt Heimbach ihnen die Bühne im kommunalen Besitz für mehr als ein Wochenende auch als Probebühne zur Verfügung stellen würde.

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