Theaterbegegnungsprojekt „et vice versa” geht in die Rückrunde
Freuen sich auf den Besuch aus Polen: Ute Horst, Adam Kempinski, Gerhard Lange, Monika Rothmaier-Szudy, Marion Kaeseler und Bürgermeister Paul Larue (v.l.) Foto: Handschuhmacher
Am 10. September werden die polnischen Schauspieler die musikalische Komödie „Jakobi und Leidental” auf der Studiobühne im Haus der Stadt aufführen und damit die Spielzeit 2012/2013 eröffnen.
„Theater ist für uns vor allem ein Ort der Begegnung”, sagt Adam Kempinski, der Vorsitzende der Erna-Schiefenbusch-Gesellschaft, die für die deutsch-polnische Theaterbegegnung verantwortlich ist. Die Erna-Schiefenbusch-Gesellschaft ist Träger des Theaterbegegnungsprojekts „et vice versa”, das im Rahmen des Polen-Nordrhein-Westfalen-Jahres ausgezeichnet und mit 6000 Euro gefördert wurde. Kempinski freut sich, dass mit der Gruppe aus Kattowitz ein Stückchen Europa nach Düren kommt.
Denn die Schauspieler kommen nicht alleine: 15 polnische Jugendliche werden die Gruppe begleiten und mit der Theaterpädagogin Marion Kaeseler arbeiten. „Wir wollen Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei den Idealen deutscher und polnischer Jugendlicher herausarbeiten,” sagt die Theaterpädagogin. „Den Jugendlichen die Augen für den europäischen Gedanken zu öffnen ist das Ziel des Projekts.” Auch Vorurteile müssten bisweilen noch ausgeräumt werden, sagt Marion Kaeseler. Aus dem gesammelten Material wollen „Ernas Erben”, die noch Verstärkung im Alter zwischen 16 und 22 Jahren suchen, dann ein neues Stück entwickeln.
Auch die Verständigung sei trotz Sprachbarrieren kein Problem. Emotionen werden einfach gespielt, nicht geäußert. Kaeseler: „Die Körpersprache ist universal. Wenn ich jemanden spiele, der wütend ist, dann brauche ich dafür keine Worte.” Bei dem abendfüllenden Stück in polnischer Sprache kommt aber eine Übertitelungsanzeige zum Einsatz.
Bürgermeister Paul Larue freut sich, dass es mit der Theaterbegegnung gelingt, „junge Deutsche und Polen in einem interessanten Projekt zusammenzubringen”. Angesichts des historischen Hintergrunds sprach er von einem „Weg der Versöhnung”, zu dem auch dieses Projekt beitrage. Die Verbindung zum Schlesischen Theater in Kattowitz besteht bereits seit zwölf Jahren nicht ganz zufällig: Die baugleichen Häuser - das Dürener Theater wurde im zweiten Weltkrieg zerstört - hat Carl Moritz zu Beginn des 20. Jahrhunderts entworfen.
Doch zurück zum Stück: Um was geht es in „Jakobi und Leidental”? Im Zentrum der Komödie des israelischen Hanoch Levin steht eine Männerfreundschaft zwischen dem eher schwermütigen Leidental und dem lebensfrohen Jacobi, erklärt die künstlerische Leiterin des Dürener Theaters, Monika Rothmaier-Szudy. Bei dem Stück für vier Personen wird auch die Raumsituation in Düren nachgebaut: Das Publikum sitzt sich in zwei Gruppen gegenüber. Die Spielfläche ist in der Mitte. „Die Freunde ergänzen sich, je fröhlicher Jacobi wird desto mehr leidet Leidental.” Doch dann kommt eine Frau ins Spiel, in die sich Jacobi verliebt und Leidental muss seine Position behaupten.
Aufführung am 10. September
Das Stück „Jakobi und Leidental” wird am 10. September um 20 Uhr auf der Studiobühne im Haus der Stadt, Stefan-Schwer-Straße 4-6, aufgeführt. Vorab findet um 19.15 Uhr eine Einführung in das Stück in der Stadtbücherei statt. Karten gibt es an den Theaterkassen im Haus der Stadt und im Bürgerbüro, per E-Mail an theaterkasse@dueren.de sowie eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse. Die Karten für Schüler und junge Menschen bis 21 Jahre kosten 5,50 Euro; für Erwachsene 19,50 Euro.
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„Theater ist für uns vor allem ein Ort der Begegnung”, sagt Adam Kempinski, der Vorsitzende der Erna-Schiefenbusch-Gesellschaft, die für die deutsch-polnische Theaterbegegnung verantwortlich ist. Die Erna-Schiefenbusch-Gesellschaft ist Träger des Theaterbegegnungsprojekts „et vice versa”, das im Rahmen des Polen-Nordrhein-Westfalen-Jahres ausgezeichnet und mit 6000 Euro gefördert wurde. Kempinski freut sich, dass mit der Gruppe aus Kattowitz ein Stückchen Europa nach Düren kommt.
Denn die Schauspieler kommen nicht alleine: 15 polnische Jugendliche werden die Gruppe begleiten und mit der Theaterpädagogin Marion Kaeseler arbeiten. „Wir wollen Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei den Idealen deutscher und polnischer Jugendlicher herausarbeiten,” sagt die Theaterpädagogin. „Den Jugendlichen die Augen für den europäischen Gedanken zu öffnen ist das Ziel des Projekts.” Auch Vorurteile müssten bisweilen noch ausgeräumt werden, sagt Marion Kaeseler. Aus dem gesammelten Material wollen „Ernas Erben”, die noch Verstärkung im Alter zwischen 16 und 22 Jahren suchen, dann ein neues Stück entwickeln.
Auch die Verständigung sei trotz Sprachbarrieren kein Problem. Emotionen werden einfach gespielt, nicht geäußert. Kaeseler: „Die Körpersprache ist universal. Wenn ich jemanden spiele, der wütend ist, dann brauche ich dafür keine Worte.” Bei dem abendfüllenden Stück in polnischer Sprache kommt aber eine Übertitelungsanzeige zum Einsatz.
Bürgermeister Paul Larue freut sich, dass es mit der Theaterbegegnung gelingt, „junge Deutsche und Polen in einem interessanten Projekt zusammenzubringen”. Angesichts des historischen Hintergrunds sprach er von einem „Weg der Versöhnung”, zu dem auch dieses Projekt beitrage. Die Verbindung zum Schlesischen Theater in Kattowitz besteht bereits seit zwölf Jahren nicht ganz zufällig: Die baugleichen Häuser - das Dürener Theater wurde im zweiten Weltkrieg zerstört - hat Carl Moritz zu Beginn des 20. Jahrhunderts entworfen.
Doch zurück zum Stück: Um was geht es in „Jakobi und Leidental”? Im Zentrum der Komödie des israelischen Hanoch Levin steht eine Männerfreundschaft zwischen dem eher schwermütigen Leidental und dem lebensfrohen Jacobi, erklärt die künstlerische Leiterin des Dürener Theaters, Monika Rothmaier-Szudy. Bei dem Stück für vier Personen wird auch die Raumsituation in Düren nachgebaut: Das Publikum sitzt sich in zwei Gruppen gegenüber. Die Spielfläche ist in der Mitte. „Die Freunde ergänzen sich, je fröhlicher Jacobi wird desto mehr leidet Leidental.” Doch dann kommt eine Frau ins Spiel, in die sich Jacobi verliebt und Leidental muss seine Position behaupten.
Aufführung am 10. September
Das Stück „Jakobi und Leidental” wird am 10. September um 20 Uhr auf der Studiobühne im Haus der Stadt, Stefan-Schwer-Straße 4-6, aufgeführt. Vorab findet um 19.15 Uhr eine Einführung in das Stück in der Stadtbücherei statt. Karten gibt es an den Theaterkassen im Haus der Stadt und im Bürgerbüro, per E-Mail an theaterkasse@dueren.de sowie eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse. Die Karten für Schüler und junge Menschen bis 21 Jahre kosten 5,50 Euro; für Erwachsene 19,50 Euro.




