Düren - Theater: Newton und Einstein als Geheimagenten

Theater: Newton und Einstein als Geheimagenten

Von: Kevin Teichmann
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Theaterspiel des Literaturkurses am Wirteltor-Gymnasium: Die drei Physiker Albert Einstein (Franziska Feininger; von links), Johann Wilhelm Möbius (Paul Gutbier) und Sir Isaac Newton (Tim Müller) im Zwist um Möbius‘ „Weltformel“, die die Menschheit vernichten könnte. Foto: Kevin Teichmann

Düren. Friedrich Dürrenmatts „Die Physiker“ ist wohl eine der bekanntesten Tragikomödien der deutschsprachigen Literaturgeschichte – und auch eine der zeitlosesten. Deshalb entschied sich der Literaturkurs des Gymnasiums am Wirteltor, der erstmals in der Q1 liegt, dafür, dieses Werk in einem Theaterspiel aufzuführen.

Die Geschichte handelt von drei Physikern, die sich als Geisteskranke ausgeben. Einer behauptet, Albert Einstein (gespielt von Franziska Feininger) zu sein, ein weiterer hält sich vermeintlich für Sir Isaac Newton (Tim Müller). Und da wäre noch Johann Wilhelm Möbius (Paul Gutbier), der erklärt, ihm sei der König Salomo erschienen.

Zunächst vermutet der Zuschauer nicht, dass dies nur Tarnung ist. Doch Möbius hat die „Weltformel“ entdeckt, die in falschen Händen zur Vernichtung der Menschheit führen würde. Newton und Einstein sind eigentlich Agenten zweier Geheimdienste und ließen sich ins Irrenhaus einweisen, um an Möbius‘ Erkenntnisse zu gelangen.

Alle drei ermorden ihre Krankenschwestern, weil sie um das Lüften ihrer Geheimnisse fürchten. Möbius gelingt es, Newton und Einstein davon zu überzeugen, zum Wohle der Menschheit die eigenen Pläne zu verwerfen.

Doch Mathilde von Zahnd (Carina Pritzkau), die Leiterin des Irrenhauses, hat sämtliche Aufzeichnungen kopiert. Sie entpuppt sich als einzig wirklich Verrückte: Sie glaubt, ihr sei tatsächlich der König Salomo erschienen und will die Weltherrschaft. Die drei Physiker bleiben durch ihre Morde als Verrückte im Irrenhaus eingesperrt und können von Zahnd nicht aufhalten. Ob es ihr gelingt, ihre Pläne zu verwirklichen, bleibt offen.

In weiteren Rollen spielten Maria Fischer (Oberschwester Martha Boll), Lili Pälmke (Schwester Monika Stettler), Max Lürgen (Missionar Oskar Rose), Michaela Zils (Lina Rose), Sebastian Hille (Kriminalinspektor Richard Voß), Maximilian Ramowski, Klaas Engel und Diyar Yildiz (Polizisten, Gerichtsmediziner), Pauline Bulich, Doreen Schmidt und Philip Zilken (Möbius‘ Söhne), Max Lürgen, Denis Ulrich und Philipp Zilken (Pfleger).

Die jungen Schauspieler zeigten sich über weite Strecken enorm textsicher, obwohl nur knapp ein Dreivierteljahr Vorbereitungszeit nebst Schulstress blieb. Hakte es doch einmal kurz, half Souffleuse Pauline Bulich aus. Beyza Tokmak moderierte professionell durch den Abend. Tim Böttcher war für die musikalische Untermalung verantwortlich. Christina Lamberty, Beyza Tokmak, Lilli Pälmke, Patrizia Hofmann, Ann-Kathrin Stockhorst und Vanessa Schäfer hatten ihre Qualitäten in den Bereichen Organisation und Maske gezeigt.

Lehrerin Sabine Pressler hatte nur lobende Worte für ihre Schützlinge: „Die Schüler haben eine große Harmonie und Homogenität sowie ein hohes Maß an Eigeninitiative bewiesen.“ Auch Schulleiterin Dr. Claudia Fülling zeigte sich begeistert: „Ich habe Hochachtung davor, dass sich die Schüler so engagieren. Uns ist es wichtig, durch Kreativitätsentfaltung Kräfte freizusetzen.“

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