Theater Düren: Mit drei Knüllern in die neue Spielzeit

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Die Dürener Schauspielerin Marita Breuer (oben links) ist morgen in „Arsen und Spitzenhäubchen“ zu sehen, bereits heute Abend geht im Haus der Stadt die „Willy-Ostermann-Revue“(oben rechts) über die Bühne. Am 29. September folgt das dramatische Jugendstück „Verrücktes Blut.

Düren. Die „Durststrecke“ für Theaterfreunde ist vorbei: Im Haus der Stadt Düren beginnt die neue Spielzeit mit drei attraktiven Veranstaltungen. Heute gibt es rheinisches Liedgut, morgen eine amüsante Krimikomödie und am Montag, 29. September, geht ein Stück über die Bühne, in dem das Thema Integration dramatisiert wird. Für die drei Theaterabende gibt es noch reichlich Karten.

In der „Willi-Ostermann-Revue“ unternehmen Anna Schröder, Johannes Fromm, Volker Hein und H.P. Katzenburg heute Abend ab 20 Uhr eine amüsante, musikalische Zeitreise durch das Leben des rheinischen Künstlers. „Zo Kölle am Rhing ben ich jebore ...“ – von der „Kinddäuf“ (Kindstaufe) bis zum Anklopfen am „Himmelspöözje“ (Himmlespförtchen) – das Ensemble um den rheinischen Entertainer und ausgewiesenen Ostermann-Spezialisten Volker Hein zeichnet die Lebensgeschichte des Tondichters als humorvolles musikalisches Portrait nach.

Volker Hein (geboren1968 in Köln) absolvierte seine Schauspielerausbildung in Wien und Köln. Den Einstieg in das rheinische Volkstheater und den Weg zu Ostermann fand er mit seinem ersten Engagement: im Jahr 1988 am Volkstheater Millowitsch. Tickets sind für 15,40, 18,70 und 24,50 Euro an der Abendkasse zu haben. Schüler und Studenten erhalten 50 Prozent Ermäßigung.

Stück mit Marita Breuer

Morgen Abend um 20 Uhr gibt es ein Wiedersehen mit der Dürener Schauspielerin Marita Breuer („Heimat“) in der Krimikomödie „Arsen und Spitzenhäubchen“ in einer Inszenierung des Grenzlandtheaters Aachen. Zum Inhalt: Die beiden alten Damen Abby und Martha haben es sich zur Lebensaufgabe gemacht, einsame Herren von ihrem „Leiden“ zu befreien: Auf makabre Weise befördern sie sie ins Jenseits.

Turbulent werden die Ereignisse, als ihr Neffe Mortimer hinter ihr Geheimnis kommt. Als dann auch noch Jonathan, der zweite Neffe, samt Kompagnon und Leiche im Schlepptau auftaucht, ist die Verwirrung komplett. Tanten und Jonathan wetteifern um die meisten Leichen, während Mortimer Schlimmeres zu verhindern versucht…

Der Eintritt kostet zwischen 15,40 und 24,50 Euro, Schüler und Studenten zahlen jeweils die Hälfte.

Terror im Unterrricht

Was hat das Theater zum Thema Integration zu sagen? Eine innovative, radikal freche und wahrhaftige Antwort bringt Nurkan Erpulat mit seinem Stück „Verrücktes Blut“ auf die Bühne. Es ist am Montag, 29. September, 20 Uhr, im Haus der Stadt Düren zu sehen.

In seinem von Kritik und Zuschauern stürmisch gefeierten Stück verlegt Nurkan Erpulat die Migrationsdebatte in eine Klassemit türkischen und arabischen Jugendlichen. Eine Lehrerin versucht ihnen das abendländische Theater mit der Lektüre von Friedrich Schillers „Räuber“ nahezubringen, vergebens: Einer wilden Meute gleich boykottieren die Schüler ihren Unterricht mit aggressiven, sexistischen Sprüchen. Als zufällig einem von ihnen eine Pistole aus der Tasche fällt, ergreift die Lehrerin die Chance und zwingt sie mit vorgehaltener Waffe, Schiller zu rezitieren...

Vor der Vorstellung gibt es um 19.15 Uhr eine Einführung im Foyer, hinterher eine Diskussionsrunde. Junge Leute bis 21 Jahre können das Stück für fünf Euro Eintritt sehen, Erwachsene zahlen 15,40 bis 24,50 Euro.

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