Theater-AG: Seit 25 Jahren ein Märchen zur Weihnachtszeit

Von: Stephan Johnen
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Am Donnerstag ging die Generalprobe über die Bühne. Die Schüler sind voller Vorfreude auf die Premiere. Foto: Stephan Johnen
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Hannelore Funk und Helga Möthrath (rechts). Foto: Stephan Johnen

Eschweiler über Feld. Ein wenig Lampenfieber gehört dazu, findet Thomas Stein. Doch der Text sitzt, die Premiere kann kommen. Am Freitag steht der Zehnjährige als König auf der Bühne in der Neffeltalhalle. Die Theatergruppe der Gemeinschaftsgrundschule Albertus Magnus aus Eschweiler über Feld führt „Aschenputtel“ auf.

Seit dem Sommer haben das dritte und das vierte Schuljahr auf diesen Augenblick hingefiebert. Für Thomas ist es bereits das zweite „Engagement“ in dieser besonderen Schauspieltruppe. „Es ist ein super Gefühl, wenn es den Zuschauern gefallen hat und sie nach dem Stück klatschen“, sagt er voller Vorfreude.

Viele fleißige Hände

Seit 25 Jahren leitet die Grundschullehrerin Helga Möthrath im Team mit Hannelore Funk die Theater AG der Schule. Eine Tradition, die sich nach einer Aufführung von „Hänsel und Gretel“ im Jahr 1990 ergeben hat – und seitdem gepflegt wird. Von jeher sind auch viele fleißige Hände außerhalb der Schule mit den Vorbereitungen beschäftigt, seit Oktober hat sich beispielsweise eine Bau- und Maltruppe einmal in der Woche getroffen, um die Requisiten und das Bühnenbild herzustellen. Auch die Kostüme werden alle selbst genäht. „Viele Eltern, Freunde und ehemalige Schüler packen mit an“, sagt Helga Möthrath. Ein Schüler, der einst selbst auf der Bühne stand, übernimmt mittlerweile die Tontechnik, viele Eltern der „ersten Generation“ sind hinter der Bühne immer noch im Einsatz.

„Es macht einfach Spaß, in eine andere Rolle zu schlüpfen und auch schon mal Personen aus anderen Zeiten zu spielen“, erklärt Yannick Voulon (9), warum er gerne zwei extra Stunden in der Schule verbringt, um bei der Theater AG mitzumachen. „Theater ist einfach viel spannender als das Fernsehprogramm“, fügt Schülerin Klara Heidbüchel (9)hinzu. Justin Welsch (9) gefällt es, mit einer großen Gruppe etwas auf die Beine zu stellen.

Damit sich jedes Jahr 50 Schüler auf die Bühne stellen können, schreibt Helga Möthrath alle Stücke um. Zu jeder Aufführung gehören daher auch Auftritte von Tänzern. Bewusst greife sie auf Märchen zurück – als Kontrastprogramm zur medialen Berieselung. Theaterspielen sei für Kinder eine wichtige Erfahrung. „Sie gewinnen Selbstbewusstsein und lernen, frei zu sprechen.“

Ob es eine 26. Aufführung gibt, steht noch in den Sternen. „Vielen Helfern fehlt die Zeit“, sagt die Lehrerin. Eine Entwicklung, die kaum zurückzudrehen sei. „Es hat allen 25 Jahre viel Spaß gemacht“, sagt sie. Doch zunächst richtet sich der Blick in die nahe Zukunft: Freitagabend ist Premiere.

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