Teppiche aus Düren fliegen durch die ganze Welt

Von: smb
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So sieht ein Webstuhl bei der Firma Anker Teppichboden in Düren aus. Am 5. Oktober können 20 DZ-Leser das Unternehmen besuchen.
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Düren. Wenn Sie in den vergangenen Wochen in einen Urlaubsflieger gestiegen sind, stehen die Chancen gut, dass Sie über einen Teppich aus Düren gelaufen sind. Produziert in der Firma Anker Teppichboden an der Zollhausstraße.

Denn das traditionsreiche Familienunternehmen ist der weltweit zweitgrößte Ausstatter von Airlines. 60 Fluggesellschaften sind Kunden von Anker. In allen Fliegern von „Emirates“ und in jedem zweiten „Lufthansa“-Flugzeug liegt den Gästen ein Produkt aus Düren zu Füßen. Aber auch im Deutschen Bundestag, in vielen Hotels, Banken und Büros, zum Beispiel beim FC Bayern München, führen die Wege über Teppichböden von der Rur.

Im Rahmen unserer kostenlosen Sommertour bieten wir 20 Lesern die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen der Teppichproduktion zu werfen (siehe Infokasten). Am Montag, 5. Oktober, wird der geschäftsführende Gesellschafter Markus Schoeller ab 10 Uhr eine Gruppe von DZ-Lesern exklusiv durch die Fabrik führen, in der auf 40 Webstühlen Teppiche produziert werden.

Bei Anker können die DZ-Leser den Weg vom Garn, das in Schevenhütte gesponnen und auf große Rollen gespult wird, bis zum fertigen Produkt verfolgen. Für manche Waren werden 1632 Spulen auf das Spulengatter gesteckt.

Außerdem können die Teilnehmer den Nopperinnen bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Diese Fachkräfte müssen ganz genau hinschauen, denn ihre Aufgabe ist es, Fehler, die die Maschine gemacht hat, zu beheben.

336 Mitarbeiter zählt das Unternehmen, das 1854 gegründet wurde und dessen Hauptprodukt den Namen „Perlon Rips“ trägt und in vielen Farben zu haben ist.

Aber Teppich ist eben nicht gleich Teppich. Es gibt feuerfeste Produkte, wasserdichte und besonders leichte, die zum Beispiel in den Flugzeugen zum Einsatz kommen. Über die vielen feinen Unterschiede zwischen den Bodenbelägen werden die Teilnehmer der Sommertour informiert – und selbstverständlich gibt es auch die Gelegenheit, Fragen zu stellen.

Rund drei Millionen Quadratmeter Teppichboden fertigt Anker pro Jahr und erzielte damit in 2014 einen Umsatz von 54 Millionen Euro. Produkte für das Wohnzimmer werden in Düren nicht hergestellt. Kunden, die eine Fläche von etwa 500 Quadratmetern auskleiden wollen, rücken aber immer mehr in den Fokus.

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