Teppichbodenspezialist: Wachstum mit kreativen Speziallösungen

Von: Jörg Abels
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Der neue Stolz von Geschäftsführer Gerd Hoffe: In diesen Tagen nimmt Anker eine neue Jaquard-Webmaschine in Betrieb, in die das Unternehmen rund eine Million Euro investiert hat und die viermal schneller als ihre Vorgänger produzieren kann. Foto: Jörg Abels
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Thomas Riesmeier und Gerd Hoffe präsentieren einen Teil der neuen Teppichfliesen-Kollektion mit insgesamt 180 Produkten.
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Geschäftsführer Erwin Landherr.

Düren. „Wir wollen den Kunden besser begeistern als unsere Wettbewerber“, beschreibt Geschäftsführer Gerd Hoffe die aus seiner Sicht größte Herausforderung für den traditionsreichen Dürener Teppichbodenhersteller Anker in den kommenden Jahren.

Und das Familienunternehmen will weiterhin nicht nur mit innovativen Lösungen bei der Ausstattung von Gebäuden punkten, sondern vor allem auch vom weltweit rasanten Wachstum der Luftfahrtbranche profitieren und neue Märkte im Bereich der Airlines erschließen, ergänzt sein Kollege Erwin Landherr.

290 Mitarbeiter in Düren

Im vergangenen Jahr ist das Anker bereits gut gelungen. In einem weiterhin schrumpfenden Marktumfeld hat das Unternehmen, das am Standort Düren 290 und bei der Konzerntochter, der Spinnerei Gebrüder Thelen in Schevenhütte, 35 Mitarbeiter beschäftigt, mit kreativen und innovativen Produkten seinen Umsatz wie schon 2013 und 2014 gegen den Branchentrend gesteigert, diesmal um 6,2 Prozent auf 54,6 Millionen Euro. Auch der Gewinn, den Landherr nicht genauer beziffert, sei gestiegen, habe aber noch Potenzial nach oben. Daher gelte es auch, die Produktionsprozesse weiter zu optimieren.

Zwei Millionen Euro investiert

Allein im vergangenen Jahr hat Anker zwei Millionen Euro investiert, unter anderem in eine neue Jacquard-Webmaschine, die in diesen Tagen in Betrieb geht und viermal schneller produziert als ihre Vorgänger. Damit verfügt Anker in Düren über 35 Webstühle.

Natürlich ist man stolz im Hause Anker, dass in nahezu allen Bundesministerien Teppiche aus Düren liegen und sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem Berliner Dienstsitz auf Anker-Teppichen bewegt. Aber das klassische Objektgeschäft, die Ausstattung von Büro- und Verwaltungsgebäuden, Hotels und Banken, das sich für Anker zu 98 Prozent in Europa abspielt, stagniert. Um so wichtiger ist es der Geschäftsführung, die Kunden mit Spezialitäten im gehobenen Preissegment zu überzeugen, „in denen wir stark sind und die andere nicht können“, betont Gerd Hoffe. Eine solche Technik ist eine luftdurchlässige Teppichfliese, die eine Belüftung des Raums über Klimatechnik im Boden ermöglicht.

Teppichfliesen produziert Anker neben der klassischen Bahnenware schon seit Jahren. Jetzt aber reagiert das Unternehmen mit einer eigenen Kollektion mit 180 Produkten, die ständig in Düren auf Lager sind und binnen 24 Stunden abgerufen werden können, auf die steigende Nachfrage. „Zudem sind die meisten Fliesen auch als Bahnenware verfügbar, so dass sie sinnvoll kombiniert werden können“, erklärt Gerd Hoffe.

Wachsendes Luftfahrtgeschäft

Mit Blick auf das wachsende Luftfahrtgeschäft, in dem Anker bereits Airlines in 46 Ländern vor allem außerhalb Europas zu seinen Kunden zählt, darunter weltweit führende Gesellschaften wie Emirates, Lufthansa und Cathay Pacific, hat das Dürener Unternehmen mit einem Partner eine Designstudie für maßgeschneiderte Kabinenkonzepte entwickelt. Angelehnt an bekannte Drinks und Cocktails bietet Anker nun für jede Stimmung ein charakteristisches Design, das dem Kunden die ganze Bandbreite des Möglichen aufzeigt und ihn inspirieren soll, erklären Marketingchef Thomas Riesmeier und Designerin Ines Binder. Beispielsweise steht Whiskey für überwiegend warme Farben und klassische Muster, die modern interpretiert werden. „Wir müssen mit Innovationen unsere Kostennachteile gegenüber dem Wettbewerber im Ausland kompensieren“, betont Erwin Landherr. Dabei denkt er nicht an die zu vernachlässigenden Transportkosten, sondern vielmehr an die hohen Zollaufschläge, die immer noch bei Exporten in die USA anfallen. Gerade aber in den Vereinigten Staaten bieten sich für Anker noch große Chancen. Zuletzt konnte das Unternehmen seinen Umsatz in der US-Luftfahrtindustrie verdoppeln.

Und mit kreativen Impulsen und einer eigenen Kollektion will Anker in Kürze auch Hoteliers noch mehr als bisher von den Möglichkeiten der Teppiche „Made in Düren“ faszinieren. Dabei reicht das Spektrum von der Klassik über eine ans Meer erinnernde Kollektion für Ferienhotels bis zur Pop-Art.

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