Tennis: Max Dahmen ist einer der jüngsten Dürener Stadtmeister

Von: Sandra Kinkel
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Das Finale der Tennisstadtmeisterschaften in Düren hat Max Dahmen mit nur 18 Jahren gewonnen. Foto: kin, heb

Düren/Kreuzau. Max Dahmen als Tennis-Liebhaber zu bezeichnen, ist vermutlich noch ziemlich untertrieben. Tennisverrückt, das würde es wohl eher treffen. Dahmen ist 18 Jahre alt und amtierender Dürener Stadtmeister. Er trainiert drei- bis viermal in der Woche, sein Trainer ist Petr Novak. Novak ist gebürtiger Tscheche, hat sein Land beim Davis-Cup vertreten und lebt und arbeitet sei einigen Jahren im Kreis Düren.

Aber zurück zu Max Dahmen. Der Abiturient, der im Herbst ein Studium der Fahrzeugtechnik in Köln beginnen wird, ist amtierender Stadtmeister. Das ist deswegen bemerkenswert, weil Dahmen erst 18 Jahre alt ist. Im Finale hat der Stockheimer sich gegen Thomas Gronimus durchgesetzt, der immerhin knapp 20 Jahre älter ist. Und auch in der Liste der Dürener Stadtmeister zählt Dahmen mit Abstand zu den jüngeren Gewinnern der Herren-Konkurrenz. Der jüngste Stadtmeister aller Zeiten ist Max Zens, der sich vor drei Jahren mit 16 Jahren gegen Oliver Bünten (damals 39) durchgesetzt hat.

Immer neue Spielertypen

Max Dahmen hat vor 13 Jahren mit dem Tennisspielen begonnen, zwischendurch hat er auch Fußball und Badminton gespielt. „Irgendwann musste ich mich für eine Sportart entscheiden, und das war eben Tennis.“ Diese Entscheidung sei ihm nicht wirklich schwergefallen. „Tennis hat mich schon immer begeistert, und daran hat sich bis heute nichts geändert.“ Beim Tennis komme es auf einen guten Mix aus Technik und Köpfchen an. „Man muss schon ehrgeizig sein und versuchen, seine Möglichkeiten auszunutzen.“ Außerdem habe man immer wieder andere Gegner. „Man weiß nie ganz genau, was einen auf dem Platz erwartet. Man trifft immer auf andere, manchmal komplett neue Spielertypen. Das macht diesen Sport so interessant.“ Max Dahmen hat bisher bei Rot-Weiß Düren gespielt, wechselt aber in der neuen Saison zum Post Ford Sportverein. Die spielen zwar „nur“ in der ersten Bezirksliga, sind aber eigentlich Dahmens Heimatverein. „Und außerdem ist da ja Luft nach oben“, sagt der junge Sportler. „Wir müssen ja nicht ewig in der Bezirksliga bleiben.“

„Einige sehr gute Leute“

Max Dahmen hat nicht damit gerechnet, dass er Dürener Stadtmeister wird. „Ich habe in meiner Gruppenrunde nur zwei Spiele gewonnen“, erzählt er. „Und bin als ‚Lucky Looser‘ weitergekommen. Am Ende habe ich meine Chance genutzt.“ Grundsätzlich hält Dahmen, der mehrere Turniere im Jahr bestreitet, das Niveau im Dürener Tennis für gar nicht schlecht. „Da gibt es schon einige sehr gute Leute. Aber Tennis hat eben nicht den Stellenwert, den zum Beispiel Fußball hat.“

Der Gewinn der Stadtmeisterschaft hat Dahmen wichtige Punkte für eine höhere Leistungsklasse gebracht. „Bis jetzt war ich Leistungsklasse zehn, jetzt kann ich Leistungsklasse fünf spielen.“ Leistungsklasse eins ist die höchste Stufe. Die Klassen dienen unter anderem dazu, bei Turnieren die passenden Gegner zu finden. Gewinnt man gegen Sportler mit einer höheren Klasse, kann man sich auch selbst verbessern.

Im Augenblick macht Max Dahmen ein Praktikum im elterlichen Betrieb, und in der kommenden Woche wird er sicher auch das ein oder andere Mal Tenniszuschauer sein. „Das internationale U 14-Turnier lasse ich mir nicht entgehen. Das ist schon toll, wie da gespielt wird.“ Dahmen hätte auch Lust, gegen einen der Nachwuchs-Cracks anzutreten. „Einfach, um zu sehen, welche Chancen ich da hätte.“

Wenn er im Herbst mit dem Studium beginnt, muss Dahmen mit dem Tennis ein wenig kürzertreten. „Das war während der Abiturvorbereitung auch schon so. Aber ich bin mir sicher, dass ich nie ganz mit dem Tennisspielen aufhören werde.“

Max Dahmen ist eben tennisverrückt. Im besten Sinn.

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