Düren - Tempo 30 auf der Josef-Schregel-Straße?

Tempo 30 auf der Josef-Schregel-Straße?

Von: sj
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Das Bahnhofsumfeld soll attraktiver gestaltet werden. Die „Ampel“ fordert die schnelle Umsetzung kleiner Maßnahmen. Foto: Stephan Johnen

Düren. Bevor es den Masterplan Innenstadt gab, war das sogenannte integrierte Handlungskonzept für die Josef-Schregel-Straße und das Bahnhofsumfeld schon fertig. „Mit viel bürgerschaftlichem Engagement sind Vorschläge zur Aufwertung des Viertels erarbeitet worden“, bilanzierte SPD-Politiker Peter Koschorreck im Namen der „Ampel“-Koalition am Dienstagabend im Stadtentwicklungsausschuss.

„Seit Juni 2013 wurden die Büsche am Langemarckplatz zurückgeschnitten, mehr ist seitdem nicht geschehen.“ Die „Ampel“ forderte die Stadtverwaltung auf, auch außerhalb des Masterplans Maßnahmen „baldmöglichst umzusetzen“.

Zu diesen Maßnahmen gehören unter anderem ein Verkehrskonzept, das den Bus-, Auto-, Rad- und Fußverkehr neu regelt, sowie eine „Verbesserung der Sicherheit“ im Viertel und mehr Sauberkeit rund um den Bahnhof. Auch solle die Außengastronomie gestärkt werden.

„Da ist schon etwas mehr passiert“, konterte CDU-Fraktionschef Stefan Weschke. Die Unterführung zum Haus der Stadt sei „aufgehübscht“ worden, ein Lichtkonzept in Bearbeitung, der von der CDU initiierte SOS-Dienst sorge für mehr Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit auf Dürens Straßen. „Dieser Antrag stammt noch aus der Wahlkampfzeit“, bilanzierte Weschke. AfD-Politiker Bernd Essler sieht vorrangig Handlungsbedarf am Bahnhof. „Was eine Visitenkarte für die Stadt sein sollte, ist vielmehr ein abschreckendes Beispiel“, sagte er.

Stadtplaner Marcus Steffens und Bernd Kürten, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, unterstrichen, dass es politischer Wille gewesen sei, das Areal rund um den Bahnhof und die Josef-Schregel-Straße in den Masterplan aufzunehmen. „Die nun vorliegenden Planungen gehen weit über das hinaus, was an dieser Stelle ursprünglich vorgesehen war“, sagte Steffens, das Gebiet genieße Priorität.

Geplant sei, die Josef-Schregel-Straße zur Tempo-30-Zone zu machen, um die Verkehrssituation zu beruhigen. „Bei allen anderen Punkten führen wir sehr viele vertrauliche Gespräche mit vielen privaten Immo- bilieneigentümern. Wir können daher nicht alle zwei Wochen eine Wasserstandsmeldung abgeben“, warb Steffens um Verständnis. In der Diskussion sei auch eine Verlagerung des Busverkehrs auf den Bahnhofsvorplatz. „Strukturelle Veränderungen brauchen eine größere Vorlaufzeit“, sagte er.

„Wir sollten kleine Dinge schnell umsetzen, um damit das Vertrauen für die großen Dinge zu schaffen“, warb SPD-Fraktionschef Henner Schmidt für ein gemeinsames Vorgehen. „Es ist wichtig, Bürgern zu zeigen, dass Dinge, die zusammen erarbeitet wurden, auch umgesetzt werden.“ Zum Thema Sicherheit und Ordnung fügte CDU-Politiker Rainer Guthausen hinzu, dass der SOS-Dienst auch „entsprechend ausgerüstet“ werden und personell verstärkt werden müsse.

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