Düren - Tedrive soll 240 Stellen verlieren

Tedrive soll 240 Stellen verlieren

Von: dpa
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Der Autozulieferer Tedrive an der Henry-Ford-Straße in Düren „ wird wohl 240 Arbeitsplätze streichen.

Düren. Beim insolventen Autozulieferer Tedrive sind nach Angaben des Betriebsrats 240 von 1500 Arbeitsplätzen bedroht. Daneben müssten die Beschäftigten mit Kürzungen von Leistungen rechnen.

Das sagte der Dürener Betriebsratsvorsitzende, Peter Nießen, am Donnerstag.

Nach Auslaufen des Insolvenzgeldes werde die Produktion „aller Voraussicht nach” am 1. März an den Standorten Düren und Wülfrath fortgesetzt, teilte Insolvenzverwalter Andreas Ringstmeier vor einer Betriebsversammlung mit. Es gebe noch keinen konkreten Sanierungsplan. Die Gespräche mit den Kunden liefen noch, ein Investor sei noch nicht gefunden.

„Das Sanierungskonzept, so wie wir es gerne hätten, steht leider noch nicht”, sagte der Sprecher des Insolvenzverwalters, Alexander Lennemann. Im Gespräch mit den Kunden werde die mittel- und längerfristige Auftragslage geklärt, um auf dieser Grundlage einen Sanierungsplan zu erstellen. Der wichtigste Kunde ist Ford. Konkrete Angaben zum geplanten Stellenabbau machte Lennemann nicht.

Durch die laufende Produktion könnten Löhne und Gehälter gezahlt werden. „Das reicht aber nicht mittelfristig, um die Werke am Markt zu positionieren”, sagte Lennemann. Von der Insolvenz sind die Tedrive Germany in Düren und Tedrive Steering in Wülfrath betroffen. Sie gehören zur niederländischen Tedrive Holding.

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