Düren - Tedrive: Altersteilzeitler müssen um Einzahlungen bangen

Tedrive: Altersteilzeitler müssen um Einzahlungen bangen

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:
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Die Vorfinanzierung des Insolvenzgelds für die rund 1500 Beschäftigten der deutschen tedrive-Werke ist gesichert, verspricht der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Andreas Ringstmeier.

Düren. Während Insolvenzverwalter Dr. Andreas Ringstmeier bis Ende des Monats Vorschläge zur Sanierung des insolventen Automobilzulieferers Tedrive vorlegen will, reißen die negativen Nachrichten an der Henry-Ford-Straße in Düren nicht ab.

Am Mittwoch wurde bekannt, dass die Mitarbeiter, die einen Altersteilzeitvertrag abgeschlossen haben, um ihre eingezahlten Beiträge fürchten müssen.

Ein Sprecher des Insolvenzverwalters bestätigte auf Anfrage, dass die Geschäftsführung die Einzahlungen offenbar nicht wie gesetzlich und tarifvertraglich verankert gegen Insolvenz abgesichert hat.

„Momentan prüfen wir noch, wie wir den Mitarbeitern am besten helfen können”, erklärte Alexander Lellmann gegenüber der DZ, räumte aber auch ein, dass man noch keine Lösung für das Problem gefunden habe.

Am Standort Düren sind nach Lellmanns Angaben rund zwei Dutzend der insgesamt knapp 900 Mitarbeiter von der Unregelmäßigkeit betroffen.

Nach DZ-Informationen befinden sich alle noch in der Arbeitsphase ihrer Altersteilzeit, in der Geld für die sich anschließende Freistellungsphase angespart werden soll.

Im schlimmsten Fall würden diese Beiträge jetzt Teil der Insolvenzmasse und wären damit verloren.

Nach DZ-Informationen soll noch in dieser Woche ein Gespräch mit den betroffenen Mitarbeitern geführt werden, an dem auch Betriebsrat und IG Metall teilnehmen werden.

Die Frage der etwaigen Haftung sei schwierig zu beantworten, hieß es am Mittwoch, da Schuldner das insolvente Unternehmen ist.
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