Düren - „Team Düren“: Radsport auf hohem Niveau

„Team Düren“: Radsport auf hohem Niveau

Von: Sandra Kinkel
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Auch bei „Rund um Merken“ waren die Fahrer vom „Team Düren“ im Einsatz. Foto: Schröder/ULTRAFOTO

Düren. 13 Fahrer, zehn bis 15 Stunden Training in der Woche, 40 Rennen in Deutschland und dem europäischen Ausland pro Jahr und ein Budget von rund 30.000 Euro – das sind die nackten Zahlen vom „Team Düren“, Dürens Radsportmannschaft, die gerade in die neue Saison gestartet ist.

Das Team, das von Sven Rehbein und Horst Jussen betreut wird und zum Radsportverein Düren gehört, fährt in der höchsten deutschen Amateurklasse. „In Nordrhein-Westfalen“, sagt Rehbein, „gibt es insgesamt nur drei Mannschaften, die auf dem Niveau fahren.“

Einer, der beim „Team Düren“ dabei ist, ist Matthias Bertling aus Monschau. Der 28-jährige ist acht Jahre bei den Profis mitgefahren. „Ich arbeite gerade an meiner Promotion im Bereich Maschinenbau“, erzählt er. „Da habe ich für Profi-Sport keine Zeit mehr.“ „Team Düren“ sei eine junge Mannschaft mit viel Leidenschaft. „Es gibt keine wirklichen Spitzenkräfte. Die Mannschaft unterstützt sich gegenseitig. Es macht großen Spaß, hier zu fahren.“

Die Rennfahrer bekommen eigens auf sie zugeschnittene Trainingspläne vom Leistungszentrum der Sporthochschule Köln. „Wir verstehen uns schon als Sprungbrett für Profi-Teams“, sagt Sven Rehbein. „Und es ist uns in den vergangenen zwei Jahren auch gelungen, Fahrer für den Profi-Sport fit zu machen.“ Die Fahrer absolvieren um die 500 Trainingskilometer in der Woche, die Rennstrecken sind zwischen 80 und 120 Kilometer lang. Matthias Bertling: „Im Schnitt fahren die Rennfahrer zwischen 40 und 45 Kilometer pro Stunde.“

Etwa die Hälfte der Fahrer von „Team Düren“ stammt aus dem Raum Düren, mit James Early ist in dieser Saison auch ein Neuseeländer in der Mannschaft. Rehbein: „Seine Frau arbeitet in Köln, er ist mit nach Deutschland gekommen. Und jetzt fährt er für uns.“ Peter Büsch ist mit 51 Jahren der älteste Fahrer im Team, er ist überhaupt der älteste Amateurradfahrer in Deutschland. Sven Rehbein: „Die Mischung stimmt einfach bei uns in der Mannschaft. Alle sind sehr motiviert und wollen ihr Bestes geben.“ Grundsätzlich, ist Matthias Bertling überzeugt, ginge es mit dem Radsport in Deutschland wieder aufwärts.

„2006 bis 2010 waren für den Radsport sehr schlechte Jahre, was natürlich auch mit den Doping-Skandalen zu tun hatte. Jetzt gibt es wieder ein großes Profi-Team in Deutschland. Deswegen ist es auch sehr wichtig, dass es Mannschaften wie ‚Team Düren‘ gibt.“ Möglich ist das alles nur mit großer ehrenamtlicher Unterstützung aus dem Verein und etlicher Sponsoren. „Natürlich ist das alles sehr teuer“, sagt Rehbein. „Aber gucken Sie doch nur mal in den Fußball auf ähnlichem Niveau. Da würde man mit unserem Etat nicht sehr weit kommen.“

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