Tagespflege mit Anschluss an die Bahn

Von: sps
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„Einsamkeit beseitigen und Geborgenheit vermitteln”: Ellen Hansen-Dichant und ihr Team wollen die Tagespflege mit Leben erfüllen. Foto: Schröder

Abenden. „Die erste Tagespflege mit Bahnanschluss”, schwärmte Christoph Finkeldey vom Aachener Diözesan-Caritasverband und sah schon „den direkten Anschluss für die Gäste nach Paris und Moskau”.

Walter Obladen, Ortsvorsteher und direkter Nachbar, blieb da schon bescheidener: „Ich kann mir vorstellen, wie im Frühjahr und Sommer die Gäste auf der großen Terrasse sitzen werden”. Da konnte sich Geschäftsführer Lothar Frank bei der Einweihung der fünften Tagespflege des Caritasverbandes für die Region Düren-Jülich, glücklich fühlen: „Das Haus strahlt in einem guten Glanz”.

Diesen „guten Glanz” sah der Caritas-Geschäftsführer im doppelten Sinne. Sowohl das Haus als auch das Personal der Einrichtung am Commweg sollen „Einsamkeit beseitigen und Sicherheit vermitteln”. In der ehemaligen Pension Rosenzweig in direkter Verbindung von wenigen Metern zum Haltepunkt der Rurtalbahn hat der Caritasverband in einer halbjährigen Baumaßnahme und mit einem Kostenaufwand von rund 900.000 Euro eine weitere Einrichtung der Tagespflege im Südkreis geschaffen. Das Haus bietet 24 Plätze und ist jetzt bereits stark nachgefragt. „Ab Montag haben wir schon ein volles Haus”, sind die Leiterin Ellen Hansen-Dichant und ihr Team überzeugt.

„Mit unserer Erfahrung werden wir auch dieses Haus zu einem beliebten Treffpunkt für unsere Gäste machen”, versicherte Ellen Hansen-Dichant und durfte sich über Lob aus berufenem Munde freuen. „Der Caritasverband hat schon zu einem Zeitpunkt die erste Tagespflege eingerichtet, als andere noch über die Pflegeversicherung diskutierten”, kam Lob vom Diözesan-Caritasverband.

Benannt ist das neue Haus nach der Heiligen Gertrud von Neville, einer belgischen Äbtissin, die im siebten Jahrhundert lebte und Kontakte in den Kreis Düren unterhielt. Über 900 Jahre war die Pfarrkirche in Binsfeld ihr gewidmet. Die Heilige gilt als Patronin der Krankenhäuser, aber auch der Gärtner. Wenn ihr Namenstag am 17. März gefeiert wird, „macht Gertrud die Tür dem Garten auf”, hatte Lothar Frank in einer alten Bauernregel gefunden. Und letztlich heißt die Frau, die das Haus dem Verband verkaufte und heute im Allgäu lebt, auch Gertrud.

Franz-Josef Rehfisch, der Vorsitzende des Caritasverbandes für die Region Düren-Jülich, sieht unter anderem auch eine enorme wirtschaftliche Bedeutung. Die Caritas-Trägergesellschaft West (ctw), unter deren Dach sich zahlreiche Einrichtungen der Gesundheitshilfe und Altenpflege befinden, gilt nach dem Jülicher Forschungszentrum als größter Arbeitgeber im Kreis Düren. Rehfisch verwies auf ein weiteres Projekt: In Kreuzau will der Verband weitere Wohnmöglichkeiten für Senioren schaffen. Getreu dem Motto des Lothar Frank: „Wir wollen mutig sein; Not sehen und handeln”.
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