Tagebau ist für die Gegner der Auslöser der Konflikte

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Düren. Aus Sicht der Initiative Buirer für Buir stellt die vom Landtagsabgeordnetem Wirtz und seinen CDU-Kollegen geforderte sofortige Räumung des Wiesencamps keine Lösung für die Konflikte rund um den Tagebau Hambach dar.

„Für uns ist der RWE Konzern als Betreiber der Tagebaue und Kraftwerke der Auslöser der Konflikte im Rheinischen Revier. Die Wiesenbesetzung ist nur ein Symptom des zugrundeliegenden Konfliktes. Mit ihrer Forderung nach einer Räumung wird die CDU die Braunkohlekritiker nicht mundtot machen, denn der Braunkohlewiderstand besteht in der Region seit Jahrzehnten. Seit einigen Jahren erfahren diese zusätzliche Unterstützung durch Klimacamps und Aktionen wie „Ende Gelände“, so Andreas Büttgen von der Buirer Initiative.

Er sei bestürzt und besorgt darüber, dass die CDU einseitig nur die Belange des Energiekonzerns RWE im Blick habe und fordert, dass auch Politiker sich ihrer Rolle und Verantwortung als „Bürgerlobbyisten“ annehmen sollten. „Die Menschen, die an den zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen wie Menschenketten und Demonstrationen, die sich kritisch mit den Folgen der Braunkohle auseinandersetzen, teilnehmen, lassen sich durch eine Wiesenräumung nicht stoppen“, ist sich Büttgen sicher.

Der Waldpädagoge und Naturführer Michael Zobel, der seit über zwei Jahren fast wöchentlich Führungen im Hambacher Forst durchführt, ergänzt: „Die von den CDU-Politikern ausgeführten Schilderungen lassen darauf schließen, dass sie von RWE abgeschrieben haben. Mit uns hat keiner derjenigen, die jetzt eine Wiesenräumung fordern, jemals Gespräche gesucht.“

Als irritierend wird ebenfalls die Aussage von Josef Wirtz gewertet, der Kritik am Friedensplan übt und dabei einseitig die Grünen im Kreis Düren kritisiert. „Herr Wirtz scheint verdrängt zu haben, dass sein Parteikollege, der Landrat des Kreises Düren Wolfgang Spelthahn, die Ende Januar von den Grünen eingebrachte Idee eines Friedensplanes als „einen sehr guten Vorschlag“ befunden und auch bekundet hatte, Vertreter der verschiedenen Positionen zu Gesprächen an einem Tischzusammenzuführen“, sagte Dr. Stefan Schlang, der für die Bürgerinitiative den Friedensplan im Frühjahr mitunterzeichnet hatte.

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