Tagebau Hambach: Schaufelrad wird ausgetauscht

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Bagger 289 im Tagebau Hambach erhält nach 36 Betriebsjahren ein neues Gebiss. Im Oktober soll wieder Kohle gefördert werden.

Hambach. Mehrere hundert Arbeitsaufträge müssen die Mitarbeiter im Tagebau Hambach in diesem Sommer bearbeiten. Nicht nur der Schaufelradbagger 289 wird einer viermonatigen Grundinstandsetzung unterzogen, auch vier Absetzer und die dazugehörigen Bandschleifenwagen werden für die Zukunft fit gemacht.

Die Arbeiten auf den im Tagebau eingerichteten Reparaturplätzen begannen in diesen Tagen mit dem Herausheben des alten Schaufelrades. Wenn alles nach Plan läuft, wird der 289er mit seiner Gesamtleistung von mehr als 20.000 PS ab Anfang Oktober wieder 240.000 Tonnen Kohle pro Tag fördern.

Neben den üblichen Verschleißreparaturen an den Großgeräten stehen für die Instandhalter zwei besondere Herausforderungen an. Projektleiter Holger Krüger: „Wir werden den Bagger so umbauen, dass er künftig ein Schaufelrad in der nachweislich robusteren Speichen-Bauweise tragen kann. In Bezug auf die Montage und die Konstruktion betreten wir dabei teilweise Neuland.“

Besonders spannend wird es im August, wenn das neue, vom Technikzentrum Tagebaue in Frechen gefertigte Schaufelrad mit einem Durchmesser von 18 Metern und einem Gewicht von 140 Tonnen in den Ausleger eingehoben wird. „An beiden Seiten haben wir nur 15 Zentimeter Luft“, sagte Krüger.

Bei den Absetzern steht die Automatisierung der Geräte im Vordergrund. „Wir bereiten die Geräte darauf vor, dass künftig das Fördergut vollautomatisch übergeben werden kann. Dazu bringen wir die Elektrotechnik auf den neuesten Stand. Eine Vielzahl elektrotechnischer Komponenten werden ersetzt“, erklärte Klemens Jansen, der die Arbeiten an den Absetzern verantwortlich koordiniert.

Allein für die Grundinstandsetzung des Baggers investiert RWE Power zwölf Millionen Euro, davon sechs Millionen für das neue Schaufelrad. Hinzu kommen weitere sieben Millionen Euro für die vier Absetzer. „Rund 20 Partnerfirmen aus der Region sind eingebunden. 100 Monteure werden allein ständig am 289er arbeiten“, erklärte Hans-Joachim Bertrams, Leiter des Tagebaus Hambach. Und weiter: „Die Tatsache, dass RWE Power die Planung, Fertigung sowie den Einbau eines neuen Schaufelrads nun schon zum sechsten Mal in eigener Regie durchführt, spricht für die Fachkompetenz und das hohe technische Know-how, über das wir in unseren eigenen Reihen verfügen.“

Der 12730 Tonnen schwere, 94 Meter hohe und 220 Meter lange Schaufelradbagger 289 erhielt bereits im Juli 2011 eine neue Doppelkugelbahn, auf der der drehbare Baggeroberbau mit seinen 4800 Tonnen gelagert ist.

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