Tag des Ehrenamtes: Kleines Zeichen für große Dankbarkeit

Von: Sarah Maria Berners
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Ausgezeichnetes Engagement: Alle, die am Tag des Ehrenamtes von Bürgermeister Paul Larue geehrt wurden, durften sich in das Goldene Buch der Stadt eintragen. Foto: smb

Düren. „Es ist gut, wenn sich Minister, Bischöfe und Prominente in das Goldene Buch der Stadt eintragen, aber es ist wichtig, dass auch die Namen von Menschen wie ihnen in diesem Buch stehen, da sie mit ihrem Ehrenamt einen wichtigen Beitrag für das Leben in der Stadt leisten“, lobte Bürgermeister Paul Larue die Frauen und Männer, die er am Tag des Ehrenamtes im Leopold-Hoesch-Museum auszeichnete.

 „Ihre Leistung ist nicht in Silber und Gold aufzuwiegen. Dennoch wollen wir unseren großen Dank in kleinen Zeichen ausdrücken.“

Großer Bedarf

Larue verdeutlichte, dass staatliche Institutionen alleine nicht alles leisten könnten, was wünschenswert sei. Und der Bürgermeister zeigte sich glücklich darüber, dass es Menschen gibt, die sich dort einsetzen, wo der Bedarf groß ist. Sieben Personen und zwei Gruppen zeichnete Larue am Tag des Ehrenamts mit Urkunden und einem kleinen Geschenk aus.

„Soll ich sagen, sie steht für die Paul-Kuth-Begegnungsstätte oder soll ich sagen: Sie ist die Paul-Kuth-Begegnungsstätte?“, fragte Larue das Publikum. Seit 1979 leitet Margarete Herzogenrath den Treffpunkt der Pfarre St. Josef. Die Liste der Veranstaltungen, die sie dort initiierte und begleitete ist lang.

Schon lange engagiert sich Renate Thormann im Tierschutzverein für den Kreis Düren. Seit 25 Jahren, um genau zu sein. Dort schreibt sie auch ehrenamtlich für die Vereinszeitschrift. „Sehr wertvoll ist auch, dass sie mit den Heimhunden Besuche in Seniorenheimen machen“, lobte Paul Larue.

Irma Steinmetz: „Das ist der Name, der mir sofort einfällt, wenn ich Rotterdamer Straße höre“, sagte der Bürgermeister. Der gebürtigen Kasachin bescheinigt Larue, dass sie das Ehrenamt zum Beruf gemacht habe, weil sie sich so intensiv und zeitaufwendig für Integration und ein gutes Zusammenleben einsetze, zum Beispiel mit der Hausaufgabenhilfe.

Professor Dr. Peter Röttger hat sich 23 Jahre lang als Vorsitzender in der Kinderhilfe Düren und später im Kinderschutzbund engagiert. Larue bezeichnete ihn als „verlässlichen und kritischen Partner“, zum Beispiel als die Ausgestaltung der Offenen Ganztagsschulen auf der Agenda stand. Der Mediziner engagiert sich zudem auch in der Ausbildung mongolischer Ärzte.

Still und heimlich wie die legendären Kölner Heinzelmännchen verrichtet auch Manfred Fuß sein Engagement. „Lehrer und Schüler der Christophorus-Schule können sich auf sie verlassen“, lobte der Bürgermeister. Fast jede Woche kommt er mit seiner Werkzeugkiste in der Schule vorbei, um Kettcars zu reparieren und andere Probleme schnell zu lösen.

Verlassen kann man sich auch auf Otto Böhr. Der Vorsitzende der Fotografischen Gesellschaft Düren „hat als Merzenicher einen liebevollen Blick auf die Stadt“, wie Larue formulierte. Der Bürgermeister kennt ihn als „getreuen fotografischen Chronist“, der mit seiner Kamera stets in der Kulturszene der Stadt unterwegs ist und dort ehrenamtlich Fotografien macht, die auch in Dürens Partnerstädten zu sehen sind.

Auch Fred Oepen hat sich an vielen Stellen verdient gemacht. Den Annamarkt hat er von Anbeginn unterstützt und er ist stets ein verlässlicher Ansprechpartner, wenn es zum Beispiel um historische Themen geht und/oder Ausstellungen zu organisieren sind. Auch für das Schloss Burgau hat Fred Oepen sich immer wieder eingesetzt.

Die nächste Urkunde nahmen Regina Lausberg, Agnes Decker, Susanne Locker und Marita Stollenwerk entgegen. Die Damen bilden die „Handarbeitsgruppe „Menschen machen sich stark für Hospiz“. Ihre Produkte werden auf Basaren verkauft, um mit dem Erlös die Arbeit der Hospizbewegung zu unterstützten. „Sie sind das Rückgrat für die Menschen im Hospizdienst“, betonte Larue.

Immer im Einsatz

Zum Abschluss zeichnete er die Damen der „Unicef-Gruppe“ aus, die „unseren Blick immer wieder auf Kinder und deren Rechte lenken“, wie Larue erklärte. Bei vielen Gelegenheiten seien die Damen seit vielen, vielen Jahren vor Ort, um Spenden zu sammeln. Sie leisten aber auch Aufklärungsarbeit über Kinderarbeit, Armutsbekämpfung und Wasserversorgung in armen Ländern.

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