Heimbach - Tag der offenen Tür der Kunstakademie

Tag der offenen Tür der Kunstakademie

Von: Beate Weiler-Prant
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Die Kölnerin Antje Günther s
Die Kölnerin Antje Günther schnupperte beim Akademiefest in einen Mal-Kurs bei Künstlerin Maf Räderscheidt hinein. Foto: bwp

Heimbach. Die Geschichte klingt so perfekt, als sei sie eigens für einen Werbespot erfunden worden: Eher zufällig entdeckt eine Großstädterin beim Wandern in der Eifel die Internationale Kunstakademie Heimbach und schaut sich spontan eine Ausstellung mit Exponaten von Akademie-Teilnehmern an.

„Das hat mich sofort begeistert. Seitdem bin ich dabei”, erzählte Antje Günther. Denn genauso hat sie es wirklich erlebt. Inzwischen besuchte die Kölnerin in der Heimbacher Akademie Kurse in Druckgrafik, Vergolden und Aquarellieren. Jetzt kam die Sozialpädagogin erneut nach Heimbach: Beim Akademiefest auf Burg Hengebach nutzte sie die Gelegenheit, einen zweistündigen „Schnupperkurs” in Malerei bei der Künstlerin Maf Räderscheidt zu belegen.

Ruth Koch ist für die Feier zum dreijährigen Bestehen der Akademie extra mit dem Zug aus Aachen angereist. Kurse in Malerei und Keramik konnte sie in den Jahren zuvor schon ausprobieren. Diesmal hat sie sich für Druckgrafik angemeldet. „Ich finde es beeindruckend, dass man in zwei Stunden zu so tollen Ergebnissen kommt”, erzählte sie voller Vorfreude auf die neuen künstlerischen Erfahrungen.

Als jüngste Gäste in ihrem Grafik-Kurs begrüßte die Künstlerin Beatrix von Bock die zehnjährigen Zwillinge Svenja und Annika. Mit ihrer Mutter, Margarete Röhr, waren die beiden bereits in der Rizzi-Ausstellung. Nun wollte die Familie selber künstlerisch aktiv werden. Und während die Töchter am Ende des Kurses ihre bunten Drucke sorgsam in Cellophanhüllen schoben, informierte sich Mutter Röhr bereits über das Kursangebot für Kinder in den Herbstferien.

Auch das zweistündige Seminar von Fotograf Hajo Helle wurde am Tag der offenen Tür interessiert angenommen. Frühere Kursteilnehmer kamen vorbei, um ihre Kenntnisse im Umgang mit der Kamera und die anschließende künstlerische Bildbearbeitung am Computer unter fachmännischer Anleitung des Heimbacher Dozenten zu vertiefen.

Trotz des stürmisch-verregneten Wetters herrschte den ganzen Sonntag über Hochbetrieb in den Ausstellungsräumen und Ateliers der Akademie. Das Spielprogramm für Kinder hatten die Organisatoren vorsorglich in den Palas der Burg verlegt, der sonst als Bildhauer-Atelier genutzt wird.

Hier eroberten die Kleinen unter anderem eine bunte Abenteuerlandschaft, die an eine mittelalterliche Festung erinnerte, während auf dem Wehrgang der Burg Hengebach das Bläser-Quartett um Reinold Quade dem Wetter trotzte. Obwohl die Regentropfen von den glänzenden Instrumenten perlten, spielten Steffen Knobloch und Fabienne Bindels mit Reinold Quade und dessen Tochter Pia unverdrossen höfische Weisen.

Neben den gut besuchten Schnupperkursen für Kunstinteressierte führte Akademie-Direktor Professor Frank Günter Zehnder schon am Vormittag ein letztes Mal durch die Ausstellung des Dürener Malers Herb Schiffer, der Anfang August mit dem Kunstpreis des Kreises Düren ausgezeichnet worden war. „In diesen drei Wochen haben mehr als 1100 Gäste seine Bilder besichtigt. Heute war die letzte Gelegenheit, die zahlreichen Leihgaben aus Privatbesitz in dieser Kombination zu sehen”, zog Zehnder, der vormittags die 1000. Besucherin der Ausstellung mit einem Blumenstrauß überrascht hatte, am Abend Bilanz.

Zur gleichen Zeit strömten bereits die ersten Zuschauer für den in Heimbach gedrehten Film „Himmel un Ähd” ins „Haus Burghof”. Die Dokumentation einer Familiengeschichte aus der Eifel wurde zum Abschluss des Tags der offenen Tür auf Burg Hengebach gezeigt.
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