„Tag der Bundeswehr“: Flugzeuge und Panzer aus nächster Nähe

Von: Jörg Abels
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Flugzeuge und Panzer aus nächster Nähe. Beim „Tag der Bundeswehr“ auf dem Fliegerhorst Nörvenich standen nicht nur die Kampfflugzeugpiloten Rede und Antwort. Die Besucher konnten eine Transall und ein Awacs-Aufklärungsflugzeug von Innen erleben oder einmal in einem Tornado-Cockpit Platz nehmen. Foto: Jörg Abels

Nörvenich. Der kleine Lukas war begeistert. Er durfte sich nach seinem Vater Frank Spieß auch einmal auf den Pilotensitz setzen. Das Luftwaffengeschwader 51 aus dem schleswig-holsteinischen Jagel präsentierte beim „Tag der Bundeswehr“ auf dem Fliegerhorst Nörvenich das Cockpit eines demontierten Tornados.

Oberstabsfeldwebel Thomas Rühe erklärte den Besuchern in aller Kürze – denn schnell hatte sich eine lange Schlange vor dem Kampfflugzeug-Rumpf gebildet – die Funktion der vielen Instrumente, Hebel, Knöpfe und Schalter. „Eng aber angenehm“, fand Frank Spieß, nachdem er wieder aus dem Arbeitsplatz des Piloten geklettert war. Auch Einblicke in den vom schleswig-holsteinischen Flugplatz Hohn bei Rendsburg vom Lufttransportgeschwader 63 nach Nörvenich entsandten Transport- „Dino“ Transall und in eines der im nahen Geilenkirchen stationierten NATO-Aufklärungsflugzeuge vom Typ Awacs standen bei den Besuchern hoch im Kurs.

„Wie schnell fliegt der denn?“, „Wie groß ist die Reichweite?“, Wie ist das Flugzeug bewaffnet?“: Auf dem Flugfeld stellten sich auch Nörvenicher Eurofighter-Piloten und Tornado-Kampflieger aus Büchel und Jagel den Fragen der interessierten Besucher, die beide Kampfflugzeuge unmittelbar miteinander vergleichen konnten.

„Die Bundeswehr braucht den Rückhalt in der Gesellschaft“, hatte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen in einem live aus Hannover übertragenen Grußwort betont. „Und deshalb ist der Dialog mit den Besuchern für uns an diesem Tag das Spannende“, ergänzte „Boelcke“-Kommodore Stefan Kleinheyer – die Begeisterung für die Technik als „Köder“, wie es Kleinheyer formulierte. Ein Konzept, das von Beginn an trotz anfänglichem Regen aufging.

Fahrt im gepanzerten Lkw

Die Organisatoren des Nörvenicher „Boelcke“-Geschwader und des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr hatten im Vorfeld nicht zu viel versprochen. Auf dem weitläufigen Areal oder bei einem Rundflug erhielten die knapp 20.000 Besucher nicht nur Einblicke in das breite Spektrum der Fluggeräte, sie konnten auch eine Vielzahl von Spezialfahrzeugen der Bundeswehr aus nächster Nähe und hautnah erleben – von der Fahrt im gepanzerten Lkw bis zur Lkw-Fahrstunde. Und auch das Heer war vertreten: Ein Erinnerungsfoto mit dem Kampfpanzer Leopard 2 stand bei den Besuchern mindestens ebenso im Kurs wie eines mit dem Eurofighter und Tornado im Hintergrund.

Und in den Eurofighter-Garagen, den sogenannten „Ten-Packs“, ging die Informationsflut weiter. Verschiedene Teileinheiten des „Boelcke“-Geschwaders stellten sich und ihre Arbeit vor. Die für die Munition zuständigen Warte erklärten die Bewaffnung der Kampfflugzeuge anhand der Lenkflugkörper und Bomben, andere demonstrierten die Funktion der Fahrwerke und des Tankstutzens für die Luftbetankung oder die Funktion der Triebwerke.

Die Vielzahl der Eindrücke und Informationen war gigantisch, denn auch Themen wie Umweltschutz bei der Bundeswehr und die Militärgeschichte kamen nicht zu kurz. Wer wollte – und das war natürlich auch ein Anliegen der Ministerin an diesem Tag –, der konnte sich auch über den Arbeitgeber Bundeswehr und die Vielzahl der Berufsbilder informieren.

Rund 1700 Soldaten, Polizisten und Rettungskräfte waren im Einsatz, davon kümmerten sich rund zwei Drittel um die Sicherheit .

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