SWD-Kulturstiftung unterstützt die freie Kunstszene

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Der Beirat der SWD-Kulturstiftung hat sieben Projekte mit 25 000 Euro bedacht. Nutznießer sind unter anderem Marion Kaeseler (3.v.r.) und Helmut Krebs vom Stadt- und Kreisarchiv (4.v.l.). Foto: Abels

Düren. Jahrelang durfte die 2011 mit einer Kapitaleinlage von 1,5 Millionen Euro gegründete Kulturstiftung der Stadtwerke Düren keine Fördergelder verteilen. Grund war die Haushaltssanierung der Stadt Düren, die Miteigentümer der SWD ist. Mittlerweile aber fährt das städtische Finanzschiff bekanntlich wieder in ruhigerem Fahrwasser, so dass der erstmaligen Ausschüttung von 25.000 Euro nichts mehr im Wege stand.

Der Beirat der Stiftung um den Vorsitzenden und SWD-Geschäftsführer Heinrich Klocke, Bürgermeister Paul Larue (CDU) und den städtischen Kulturchef Dieter Powitz sehen in der Vergabe der ersten Fördergelder an sieben Antragsteller einen Anreiz zum Ausbau der freien Kunst- und Kulturszene in der Stadt Düren. Sie hoffen, dass das Engagement der SWD-Kulturstiftung in Zukunft dafür sorgt, dass neue Formate entstehen und bestehende weiter ausgebaut werden können. Denn, und das unterstrich Paul Larue explizit: „Die freie Kulturszene in unserer Stadt ist etwas ganz Wertvolles.“

Für die erste Ausschüttung hatte die Stiftung bis Mitte August Anträge entgegengenommen. Sieben Projekte wurden vom Beirat ausgewählt und vom Stadtrat bestätigt. Dabei lag ein Schwerpunkt vor allem auf der Kinder- und Jugendarbeit, betonte Powitz bei der Bekanntgabe der Nutznießer.

Im einzelnen unterstützt die Kulturstiftung die Fortsetzung der Open-Air-Konzertreihe „Airweiler“ auf dem Ahrweilerplatz im kommenden Sommer und der „Planet Jazz“-Veranstaltungen mit zum Teil hochkarätigen Musikern. Gefördert werden aber auch die interkulturelle Kinderkonzertreihe „Andantino“, die musikalisch mit Vorurteilen bricht und ein Zeichen für Akzeptanz setzt, das Begegnungsfest der Kulturen sowie die Erarbeitung eines Theaterpädagogischen Stücks zum Thema „Cybermobbing“, das im kommenden Jahr erstmals vor Schülern der sechsten bis neunten Klasse aufgeführt werden soll. Unterstützt wurde aber auch die Lesung des vielfach ausgezeichneten Autors Raoul Schrott vor wenigen Tagen im Stiftischen Gymnasium. Schließlich wurde auch das Stadt- und Kreisarchiv bedacht, um weitere im Zweiten Weltkrieg verschüttete Dokumente restaurieren zu können.

Antragstellung bis 15. Januar

Auch in Zukunft will die SWD-Kulturstiftung Projekte von Vereinen, Gruppen und Einzelkünstlern mit jährlich 25 000 Euro fördern. Anträge für das Jahr 2017 können noch bis 15. Januar unter der E-Mail-Adresse: kontakt@stadtwerke-dueren.de gestellt werden. Auskünfte zu den Förderkriterien gibt Dieter Powitz, Leiter des städtischen Kulturbetriebs, unter Telefon 02421/25-1382.

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