FuPa Freisteller Logo

Südamerikanisches Temperament

Von: Tobias Röber
Letzte Aktualisierung:
Libero Fabian Kohl und der Res
Libero Fabian Kohl und der Rest der Mannschaft müssen sich morgen Abend gewaltig strecken, um TV Bühl zu besiegen. Foto: Röber

Düren. Spieler und Trainer des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren haben nicht viel Zeit, über die erneute Niederlage gegen Netzhoppers Königs Wusterhausen nachzudenken.

Schon am Mittwochabend hat die Mannschaft die Chance vor eigenem Publikum, das 1:3 gegen den Angstgegner - so darf man die Netzhoppers nach der siebten Niederlage in Folge getrost bezeichnen - wettzumachen. Ab 19.30 Uhr ist der TV Bühl zu Gast.

„Die Netzhoppers waren in den entscheidenden Situationen einfach etwas besser. Das muss man anerkennen”, sagt Söhnke Hinz. Nach zwei Siegen zum Auftakt und nun drei Niederlagen in Folge bereitet Evivo-Anhängern der Blick auf die Tabelle nur wenig Spaß. Auf Platz 9 steht der Dürener Volleyball-Bundesligist nun, ein Sieg gegen den punktgleichen TV Bühl stünde da gut zu Gesicht. Von Zugzwang will Hinz jedoch keineswegs sprechen, sondern weiter „von Spiel zu Spiel schauen”.

Die Gründe für die Niederlage sieht Hinz erneut in Kleinigkeiten. Mit dem Aufschlag habe seine Mannschaft zu wenig Druck gemacht. Zudem seien die langen Ballwechsel beinahe ausnahmslos an den Gegner gegangen. Dabei habe sein Team über Außen gut gespielt. Christian Fromms Leistung sah der Trainer positiv, und nach dem Ausfall von Stefan Hübner wachse Tim Elsner immer besser in die Leaderrolle hinein.

Die Partie gegen Bühl wird alles andere als einfach. Evivos Trainer Söhnke Hinz wird daher auch nicht müde, die Ausgeglichenheit der Liga zu betonen. Der TV Bühl wurde vor der Saison komplett neu zusammengestellt. Zehn Spieler aus dem alten Kader sind nicht mehr dabei, so auch der ehemalige Dürener Heriberto Quero.

Führungsspieler

Auf südamerikanisches Temperament müssen die Zuschauer morgen Abend dennoch nicht verzichten. Mit Danilo Cruz de Carvalho und Moises dos Santos Cezar wurden gleich zwei Brasilianer verpflichtet. Joel Bruschweiler ist als Führungsfigur im Kader verblieben.

Um den Kapitän der Schweizer Nationalmannschaft scharen sich neben den beiden Brasilianern Spieler wie Matthias Pompe, der aus Rottenburg nach Bühl kam. Vom polnischen Club Olsztyn ist der Däne Axel Jacobsen gewechselt, der neben Erik Weber (Moerser SC) die Zuspielaufgaben übernehmen soll. Nikola Renovica stammt aus Bosnien-Herzegowina und ist mit 28 Jahren ebenfalls sehr erfahren.

Söhnke Hinz sieht im morgigen Kontrahenten eine sehr kompakte Mannschaft, vor allem eine, die sich nicht aufgibt. So spielte Bühl in Moers zweieinhalb Sätze sehr schlecht, fing sich dann jedoch und unterlag am Ende hauchdünn. Die Mannschaft sei erfahren, verfüge über internationale Erfahrung - dank der Spieler und des argentinischen Trainers Ruben Wolochin.

„Die Mannschaft hat den klaren Anspruch, in die Play-offs zu kommen”, sagte Hinz. Den hat Evivo Düren natürlich auch. Und daher wäre ein Sieg morgen Abend in eigener Halle sicherlich hilfreich. Bis auf den verletzten Stefan Hübner stehen Hinz alle Spieler zur Verfügung.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.