Düren - Studiendirektor fordert: Handys nachts raus aus dem Kinderzimmer

Studiendirektor fordert: Handys nachts raus aus dem Kinderzimmer

Von: kel
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Studiendirektor Peter Köster gab zum Thema „Generation Handy – Immer app-to-date?“ eine „Gebrauchsanweisung für Familien“. Foto: Keldenich

Düren. Wer älter als 25 Jahre ist, den nennt Studiendirektor Peter Köster einen Cowboy, alle nach 1995 Geborenen sind für ihn Indianer. So trennt er die Älteren von der „Generation Handy“, die von Kindheit an mit Smartphones aufgewachsen ist und noch aufwächst. Und weil diese beiden Gruppen sehr vieles trennt, gab er im Kreishaus zum Thema „Immer app-to-date?“ eine „Gebrauchsanweisung für Familien“.

Das Amt für Demografie, Kinder, Jugend, Familie und Senioren des Kreises Düren setzte damit seine Informationsreihe „Wir.Gemeinsam.Familie im Gespräch“ fort. Köster ging auch der Frage nach, welche Auswirkungen der Handy- und Internetkonsum auf die Gehirnentwicklung von Kindern und Jugendlichen hat. Neben Forschungsergebnissen aus den Bereichen der Kommunikationsforschung und Soziologie zeigte er neurobiologische Erklärungsansätze für Gefahren, aber auch für Potenziale auf. Dabei präsentierte Köster Methoden zur Eigen- und Fremdkontrolle.

Da erwiesenermaßen 20 Prozent aller Siebenjährigen ein Handy besitzen, forderte er beispielsweise die Eltern auf, einen „Handy-Vertrag“ mit ihren Kindern abzuschließen. Darin sollten alle Bedingungen zur Nutzung genau geregelt sein.

Natürlich müsse solch eine Vereinbarung jeweils an das Alter und die Entwicklungsstufe der Jugendlichen angepasst werden. Optimal sei es allerdings, wenn Kinder unter zehn Jahren überhaupt kein Handy besäßen.

Wegen der gesundheitsschädlichen Wirkungen des exzessiven Handy-Gebrauchs gibt es nach Kösters Meinung Situationen, in denen es nicht reiche, „Handy aus“ zu sagen, sondern dann müsse es sogar heißen „Handy raus“. Das gelte unter anderem nachts in Kinderzimmern.

Viele der Tipps, die Peter Köster gab, sind in der Broschüre „smart mobil?! -Ein Ratgeber zu Handys, Apps und mobilen Netzen für Eltern und andere Interessierte “ zusammengefasst, die man auch im Internet lesen und herunterladen kann. Auch auf der Seite Klicksafe (www.klicksafe.de/eltern) findet man wichtige Tipps für die Erziehungsberechtigten.

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