Studenten erstellen einen Masterplan für Heimbach

Von: Christoph Hahn
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Studierende der Aachener Fachhochschule haben sich mit ihren Professoren Gedanken über die Zukunft Heimbachs gemacht. Foto: Hahn

Heimbach. Historisch gewachsen - und dennoch zum Wandel bereit: In Heimbach soll sich ein Wandel vollziehen, der dem Städtchen am Fuße des Kermeters sein historisch gewachsenes Gesicht belässt und die Menschen in seinen Mauern trotzdem fit für die Zukunft macht.

Ein so genannter Masterplan, erstellt von der Aachener Expertin Astrid Urgatz, soll den Rahmen für diesen Wandel abstecken.

Planung ohne Geldsorgen

Wie der Rahmen gefüllt werden könnte - das verbildlichen im Ausstellungsraum des Wasserinformationszentrums (Wize) am Karl-Heinz-Krischer-Platz die Skizzen und Modelle von Julia Bachmann, Anne Hartmann, Christian Leister, Christina Lopes, Darius Suchan, Christiane Lennartz, Sylvia Schuster, Kathrin Stumm und Magdalena Walla, die an der Fachhochschule (FH) Aachen bei ihren Professoren Hans-Georg Brückmann, Dietmar Castro, Ulrich Eckey und Anne Klasen-Habeney die Fächer Städtebau, Baukonstruktion, Städtebau und Entwerfen/Wohnbau studieren.

Über eines waren sich die vielen Besucher der Eröffnung, darunter Hans-Peter Boje als Vertreter von Bürgermeister Bert Züll sowie Peter Cremer als zuständiger Fachbereichsleiter der Stadtverwaltung, schnell einig: Das Städtchen in der Rureifel muss die Studenten aus Aachen sehr inspiriert haben.

Denn viele der dargestellten Ideen können dem Bild des im Tal der Rur dicht gedrängt liegenden Ortes im Falle der Verwirklichung neue Akzente hinzufügen wie zum Beispiel eine Kanustation in der „Wasserstadt Heimbach”, die Anlage einer durchgehenden, attraktiv gestalteten Promenade entlang der Rur oder die Anlage von „Stadtgärten”. Viele Entwürfe thematisieren zudem die zahlreichen Leerstände rund um die zentrale Hengebachstraße. So zum Beispiel für das ehemalige „Stadthotel” im Haus mit der Nummer 24 oder das Fachwerkhaus Am Giebel 4.

Ihren Reiz bezieht die Ausstellung daraus, dass sich die FH-Studenten keine Gedanken über die Finanzierbarkeit ihrer Entwürfe oder deren Durchsetzbarkeit im Zuge des politischen Entscheidungsprozesses machen mussten. Unverstellt warfen die jungen Aachener einen Blick auf die kleine Stadt, ihre Defizite, aber auch auf ihre großen Chancen und ihren nicht minder bezwingenden Charme. Dem zollte auch Bürgermeister-Vertreter Boje in seiner Ansprache den gebührenden Respekt.

„Seitens der Stadt wurden bewusst keine Vorgaben gemacht”, gab er zu Protokoll. Da „die Planungen noch nicht verfestigt sind, sollen die studentischen Arbeiten als willkommene Beiträge in den allgemeinen Diskurs einfließen”. Heimbach, das mit der Fachhochschule im Rahmen des Masterplans zusammenarbeitet, sei von den Beiträgen der angehenden Architekten und Stadtplaner keineswegs enttäuscht worden - ganz im Gegenteil: „Fantasievolle Denkanstöße und unkonventionelle Lösungsansätze” seien das Resultat.
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