„Strukturentwicklung Indeland“ soll wirtschaftliche Chancen aufzuzeigen

Von: sj
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Wo geht die Reise im Indeland hin? Der Indemann ist eine Landmarke. Neben Naherholung und Tourismus rückten auch interkommunale Gewerbegebiete, Zukunftsbranchen, Technologietransfer und ressourceneffizientes Bauen und Sanieren in den Mittelpunkt des Projekts. Foto: Guido Jansen
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Indeland-Geschäftsführer Jens Bröker und Projektleiterin Kyra Pfeil stellten die Ergebnisse im Dürener Kreishaus vor. Foto: Stephan Johnen

Kreis Düren. Was kommt nach dem Braunkohletagebau? Antworten möchte das Projekt „Strukturentwicklung Indeland“ liefern. Von Oktober 2012 bis September 2015 sind Projektleiterin Kyra Pfeil und ihr Team der Frage nachgegangen, wie eine leistungsfähige Wirtschaft gesichert und angesiedelt werden kann.

Auch eine Sicherung der Lebensqualität stand auf der Agenda. „Diesen Strukturwandel zu gestalten ist eine Gemeinschaftsaufgabe“, sagte Indeland-Geschäftsführer Jens Bröker bei der Vorstellung der Ergebnisse im Dürener Kreishaus. Das Projekt sein ein „erfreulicher Meilenstein“. Zur Umsetzung hatte die EU knapp 470 000 Euro zur Verfügung gestellt.

„Wir wollten Potenziale identifizieren und stärken“, erklärte Kyra Pfeil. Vier Themenfelder hätten sich herauskristallisiert. Als Technologie-, Forschungs- und Industrieregion müsse es gelingen, den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu intensivieren, mit den Hochschulen den Technologietransfer zu forcieren. Zweite wichtige Aufgabe sei die Entwicklung und Vermarktung interkommunaler Gewerbegebiete. Dritter Baustein für die Zukunft des Indelands könne das ressourceneffiziente Bauen und Sanieren sein. Das Indener Seeviertel und die Entwicklung und Serienproduktion eines besonders energiesparenden Hauses seien gute Beispiele. Auch die Themen Tourismus und Naherholung hätten noch Potenzial.

„Die Ressourcen sind vorhanden“, bilanzierte Jens Bröker. „Es sind bereits viele Akteure unterwegs“, listete er beispielsweise ein halbes Dutzend von Verbänden und Interessenvertretungen eines einzelnen Industriezweigs in der Region auf. Die Kernbotschaft des Projekts „Strukturentwicklung Indeland“ laute daher: „Es muss uns gelingen, die Akteure zusammenzubringen und die Ressourcen möglichst schonend einzusetzen“, sagte der Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft.

Trotz der wirtschaftlichen Konkurrenzsituation gebe es angesichts des anstehenden Strukturwandels viele Aufgaben, die im Idealfall gemeinschaftlich gelöst werden. Dies gelte ebenso für den Tourismus. „Wir haben viele Ideen und viel Papier produziert. Jetzt geht es darum, Ideen in konkrete Projekte zu gießen“, gab Jens Bröker den Kurs vor. Die Entwicklungsgesellschaft wolle weiterhin alle Partner unterstützen und „die Entwicklung von Netzwerken“ begleiten.

Doch welche Rolle spielt RWE angesichts der Aufgaben, vor denen die Indeland-Mitgliedskommunen stehen? Reicht das finanzielle Engagement des Unternehmens aus? „Die Unterstützung des Tagebaubetreibers ist da. Sie ist nicht so groß, dass ich jeden Morgen jubelnd vor der Konzernzentrale stehe, aber auch nicht so gering, dass ich dort eine Demo veranstalte. Sie könnte aber noch besser sein“, sagte Bröker. Mit Blick auf die Innovationsregion Rheinisches Revier begrüßte er die Aufstellung eines Masterplans: „Das Indeland ist ein Teil der Innovationsregion. Die Vermarktung des Gesamtraumes ist vernünftig.“

Die Frage, ob und wann die Stadt Düren Mitglied wird, ließ Bröker offen. Das Fallenlassen der Klage gegen den Restsee sei ein „sichtbares Zeichen“ gewesen, mit Vertretern der Stadt würden „konstruktive Gespräche“ geführt. Wie alles im Leben brauche aber auch dies seine Zeit.

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