Vossenack - „Strippkes Trekker“ bringen Franz von Assisi auf die Bühne

„Strippkes Trekker“ bringen Franz von Assisi auf die Bühne

Von: gkli
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Die „Strippkes Trekker“ zeigten am Freitagabend das Stück „Nudo - Franz von Assisi“. Die Besucher verfolgten die Aufführung mit Spannung und innerlich berührt. Foto: Klinkhammer

Vossenack. Mit Nebel, Wind und einem Schwerterkampf begann das Marionettentheater „Nudo – Franz von Assisi“ am Freitagabend auf der Bühne im Kloster-Kultur-Keller in Vossenack. Plötzlich sank eine Hand, die ein Schwert führte, zu Boden. Damit begann die berührende Franz-von-Assisi-Erzählung der „Strippkes Trekker“.

Giovanni Battista Bernardone träumte als junger Mann davon, Ritter zu werden. Sein Vater, der reiche Tuchhändler Pietro Bernardone, unterstützte das Ansinnen. Seinem Sohn hatte der Vater den Namen Franz gegeben, weil er bei dessen Geburt in Frankreich weilte. Franz wächst in buchstäblich gut betuchtem Umfeld auf, er lernt Lesen, Schreiben und Latein. Gerne feiert er mit Gleichaltrigen ausschweifende Feste. Als Ritter zieht der junge Mann aus Assisi in den Krieg gegen das benachbarte Perugia. Nach einem Gefecht landet er für viele Monate im Kerker. Als er wieder freikommt, ist sein Weltbild erschüttert. Sein Leben machte bekanntlich eine Kehrtwende, er gründete den Franziskanerorden.

In Vossenack leben Franziskaner, einer von ihnen ist Bruder Wolfgang Mauritz. Bereits im Sommer 1997 begann er damit, die Geschichte von Franz von Assisi aufzuarbeiten. Mehr als 15 Jahre später war es soweit, am 16. März 2013 wurde das Stück als Marionettentheater in Vossenack uraufgeführt. Bruder Wolfgang zu seiner Intention: „Franziskus fasziniert mich.“

Einen ganz besonderen Reiz übten auf die Zuschauer neben der Geschichte selber und dem wunderschönen Bühnenaufbau, der passenden Musik und der klaren Stimmen der menschlichen Schauspieler im Hintergrund vor allem die Marionetten aus. Diese sind derart liebevoll, durchdacht und ausgereift gestaltet, dass sie dem Theater ihren einmaligen Stempel aufdrücken.

Marionetten bewegen sich, aber eben mehr grobmotorisch. Damit bringen sie in das ganze Spiel eine unvergleichliche Ruhe hinein. Nichts wirkt aufgesetzt oder gar gekünstelt. Aufgrund dieser Ruhe kann sich der Betrachter einmal mehr auf das Wesentliche, auf den Kern der Geschichte, konzentrieren. Voller Spannung und innerlich berührt verfolgten die zahlreichen Gäste die Veranstaltung.

Das Stück „Nudo“, was übersetzt soviel wie „Nackt“ bedeutet, gehörte am vergangenen Wochenende zum „22. Herbst-Speci-Spectacel“. Darunter verstehen die „Strippkes Trekker“ ein kleines Festival, bestehend aus verschiedenen Marionettentheaterstücken für Kinder und Erwachsene. Weitere Informationen zum Kloster-Kultur-Keller und zum Programm der „Strippkes Trekker“ gibt es unter www.de-strippkes-trekker.de.

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