Vossenack - „Stress im Champus-Express“: Eine Bahnfahrt die ist stressig

„Stress im Champus-Express“: Eine Bahnfahrt die ist stressig

Von: ale
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Drei Damen in Aufregung: Kellnerin Gertrud, die Zugchefin und Lieselotte (v.l.). Sie und andere Laienschauspieler der Gruppe „Lampenfieber“ sorgten im Vossenacker Dorfgemeinschaftshaus für volle Ränge. Foto: Lauscher

Vossenack. Das Theaterwochenende der Laienspielgruppe „Lampenfieber“ bescherte den Besuchern viel Vergnügen; viermal war das Dorfgemeinschaftshaus ausverkauft, von Donnerstag bis Sonntag hörte man die Menschen hier am Abend laut lachen.

„Stress im Champus-Express“ hieß das Stück von Bernd Spehling, das unter der Regie von Marion Murk und Marita Bauer gespielt wurde. Den Champus-Express hatte man sinnigerweise in die Rurtalbahn verlegt, auf der Strecke zwischen Linnich und Heimbach passierten spannende und verrückte Sachen. Los ging es mit einem autoritären Schaffner (Hermann-Josef Kirch), der mit schnarrender Stimme wichtige Informationen gab und gleich ein Tänzchen wagte.

Man hatte mit Zuggeräuschen für richtige Bahnatmosphäre gesorgt; für die etwas umständlichen Ansagen, die mit starkem Eifeler Dialekt gefärbt waren, war Andreas Kern verantwortlich. Und natürlich hatten die Fahrgäste mit den typischen Verspätungen und „Störungen im Betriebsablauf“ zu kämpfen. Auch die komplizierte Preisgestaltung wurde gehörig auf die Schippe genommen: Schaffner Wischnewski brachte ein „Quicky-Ticket zum Easy-Weekend-Tarif“ an den Mann.

Die Bühne war in ein Bahnbistro umgewandelt worden, hier probierte zunächst ein Versicherungsmakler (Alois Prinz) die kostengünstigen Getränke aus. Er versuchte auch gleich, der Zugchefin (Heike Kreutz) eine Versicherung aufzuschwatzen. In einer Paraderolle erlebten die Theaterfreunde Lieselotte Hellwig, die die schrullige Bistrokellnerin Gertrud spielte – sie konnte sich herrlich aufregen. So wurde auch die Szene des Überfalls eine der besten im Stück: Ein Gangsterpaar (Michaela Rüttgers und Hagen Goebel) hat einen todsicheren Coup ausgeheckt.

Die Bistrokasse sollte erbeutet werden, und damit wollten sich die Beiden in Zerkall aus dem Staub machen, wenn der Zug hält. Der depperte Räuber konnte aber seinen Text nicht behalten und kam erst nach mehreren Anläufen zu seiner Beute. In den Nebenrollen glänzten Inge Braun als Pathologin Dr. Piepenbrink und ihre Reisebekanntschaft Lieselotte, gespielt von Erna Kreutz.

Die Pathologin verdirbt Lieselotte gründlich die Lust auf Cocktails: Immer, wenn diese an einem Glas mit verlockendem Inhalt nippt, hält sie einen Vortrag über Flüssigkeiten, die sie in ihrer wenig appetitlichen Tätigkeit als Pathologin kennengelernt hat.

Und Lieselottes Enkel, der kleine Harvey (Andreas Kern), ist ein freches Kerlchen ohne Manieren. Ein Radsportler (Andreas Braun) verzweifelt fast auf der Suche nach dem richtigen Platz, die Reinigungskraft (Annette Vieth) sorgt für Lacher, weil sie sehr aufdringlich ist und unerbittlich nervt. Die Polizistin (Sarah Koll) bekommt richtig Stress – aber auch das Räuberpärchen, das sich bis zur Endstation verstecken muss.

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