Streit um ein neues Baugebiet „Am Eulenbaum“: 300 Unterschriften

Von: Valerie Barsig
Letzte Aktualisierung:

Hamich. Als aufgeheizt könnte man die Stimmung im Planungs- und Bauausschuss in Langerwehe bezeichnen – sogar Bürgermeister Heinrich Göbbels verlor einmal die Geduld. „Ich werde wirklich selten laut, aber wir müssen uns hier an die Ordnung halten.“

Göbbels reagierte damit auf die zum Teil missbilligenden Kommentare von den Zuschauersitzen, die an diesem Tag zumindest in der ersten Hälfte des Ausschusses komplett belegt waren. Auslöser für die rege Beteiligung im Ausschuss ist eine beantragte Änderung des Flächennutzungsplanes für das Grundstück „Am Eulenbaum“ in Hamich, auf dem, wenn es nach Antragssteller Arnd Dohmen geht, Mehrfamilienhäuser entstehen sollen.

Das ist vielen Hamicher Bürgern nicht recht, die an diesem Tag rund 300 Unterschriften für ein weiteres Baugebiet einreichten, nämlich am Maarfeld in Hamich. Dort soll ein Bürgerhaus entstehen, um das Dorfleben zu fördern, heißt es von Seiten der Unterschriftgeber. Goebbels, so weiter, nehme die Bedürfnisse der Hamicher Bürger nicht ernst. Der Bürgermeister widersprach: „Natürlich nehme ich 300 Unterschriften wahr.“

Das Problem bestand – zumindest bis zum Ausschuss – in einer beantragten und einer abgelehnten Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde. Während für das Grundstück am Maarfeld der Antrag zur Änderung von der Bezirksregierung Köln abgelehnt wurde, sollte der Antrag für das Grundstück „Am Eulenbaum“ eigentlich laut Tagesordnung beschlossen werden. Da aber der Flächennutzungsplan für Langerwehe ohnehin gerade überarbeitet wird, beantragte Astrid Natus-Can (CDU) im Namen ihrer Fraktion, den Beschluss über das Grundstück „Am Eulenbaum“ zu vertagen, bis der neue Plan fertig ist.

Neuer Flächennutzungsplan

„Wir wollen nicht, dass die Hamicher sich in Diskussionen verlieren“, so die CDU-Fraktionsvorsitzende. Es sei zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll, die Diskussion zu koppeln.

Denn: Wenn der neue Flächennutzungsplan erstellt ist, werden die Bürger ohnehin an der endgültigen Entscheidung beteiligt. „Deshalb haben wir das Ansinnen von Herrn Dohmen zurückgestellt“, sagt Bürgermeister Heinrich Göbbels. „Denn bei der Aufstellung eines neuen Planes wird auch eine neue Situation für Hamich entstehen.“Alle in Rede stehenden Baugebiete würden dann neu betrachtet werden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert