Nideggen - Straßenschilder geben Einblicke in die Stadtgeschichte

Straßenschilder geben Einblicke in die Stadtgeschichte

Von: ale
Letzte Aktualisierung:
Straßenschilder
In der Stadt Nideggen findet man 21 Schilder, die die Widmung einer Straße erläutern und Auskunft über die Persönlichkeit geben.

Nideggen. In der Stadt Nideggen findet man jetzt 21 Schilder, die die Widmung einer Straße erläutern und Auskunft über die Persönlichkeit geben, an die hiermit erinnert wird. Der Heimat- und Geschichtsverein hat dazu die Initiative ergriffen. Offiziell wurde nun am Freitag diese Schilderaktion beendet mit der Übergabe der Schilder an die Öffentlichkeit.

Eigentlich sollte jeder in Nideggen wissen, wer Graf Gerhard war, um wen es sich bei „Alveradis“ handelt oder warum ein Schild an Konrad von Hochstaden erinnert. Aber das wissen die Nideggener nicht alle und noch weniger die Besucher der Stadt. So begann der Heimat- und Geschichtsverein im Dezember des vergangenen Jahres mit seiner Schilderaktion, die jetzt an der Paul-Schaaff-Straße beendet wurde.

„In dumpfen Mauerlöchern“

Auch dieser Paul Schaaff war ziemlich aus dem Gedächtnis der Menschen in Nideggen verschwunden; Heinz Bücker, Vorstandsmitglied im Geschichtsverein, machte sich auf den Weg ins Dürener Stadt- und Kreisarchiv und wurde fündig: Paul Schaaff war Ehrenbürger der Stadt Nideggen, weil er große Verdienste um die Stadt erworben hatte.

1885 in kleinbürgerlichen Verhältnisse geboren, brachte er es zum Landrat des Kreises Düren. In Nideggen sorgte er unter anderem für den Bau einer Höheren Schule, denn er konnte nicht mit ansehen, dass „in dumpfen Mauerlöchern der Stadttore Lehrer und Schüler in qualvoll fürchterlicher Enge zusammen saßen“. Durch den Ankauf der prächtigen Villa Martin Schöller am Südausgang der Stadt wurde Abhilfe geschaffen.

Herbert Bohland, der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins Nideggen, begrüßte am Freitag auch den Allgemeinen Vertreter der Bürgermeisterin, Dieter Weber. Dieser dankte dem Verein für seine Initiative und erläuterte: „Straßenschilder haben ordnungsrechtlichen Charakter. Nun hat es der Geschichtsverein unternommen, zusätzlich interessante Informationen anzubringen. Nicht zuletzt werden die Schulklassen hierfür dankbar sein, die unsere Stadt besuchen: Sie können nun besser auf bestimmte Fragen bei einer Stadtrallye antworten.“

Ohne finanzielle Unterstützung wäre das Ganze nicht gelungen, betonte Herbert Bohland. Deshalb sei man froh und dankbar, dass die Kulturstiftung der Sparkasse Düren sich entschlossen habe, dieses ehrenamtliche Engagement zu unterstützen. In Vertretung von Walter Offermann, dem Leiter der Zweigstelle Nideggen der Sparkasse, überbrachte Bohland einen symbolischen Scheck über 3000 Euro.

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