Stift-Schüler entführen ins Varieté

Von: Bruno Elberfeld
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Professionelle Bühnengestaltung, begeistertes Publikum: Der Instrumental-Praktische Kurs des Stiftischen Gymnasiums Düren bot beste Unterhaltung. Foto: Bruno Elberfeld

Düren. Schon zu Beginn des Konzerts wurde fühlbare Spannung aufgebaut. Die Aulabühne dunkel, atemlose Stille, die Gäste im Zuschauerraum warteten geduldig auf die Dinge, die da kommen würden. Und dann kamen diese Dinge mit lautem Paukenschlag. Eine Stimme aus dem Off erklang, mit sonorem Touch, recht professionell.

Der Wunsch der Ansagerinnen im Spot des Scheinwerfers: „Tauchen Sie ein in die fantastische Welt der Musik!“ Die Besucher, Männer und Frauen jeden Alters, Kinder und Jugendliche kamen diesem Wunsch in den folgenden Stunden nach. Zumal ihnen die Darbietungen keine Wahl ließen.

Zu vielen Musikstücken hatten die Mitglieder des Instrumental-Praktischen Kurses (IP) des Jahrgangs 11 des Stiftischen Gymnasiums, 35 an der Zahl, ein Video gedreht. Die Darsteller führten in meist witzig-humorvollen Szenen in den nachfolgenden Song ein. Aufmerksamkeit war garantiert, erkannten doch die Jugendlichen im Zuschauerraum ihre Mitschüler auf den beiden Leinwänden rechts und links der Bühne.

Doch zum Hauptdarsteller des Abends, der Musik. Die jungen Musiker spielten manch deutschsprachiges Stück, oft als Rap, hatten auch vor weltbekannten Melodien keine Furcht, und sie boten zur Freude des Publikums lateinamerikanische Instrumentalmusik und Gesang. Englischsprachige Lieder dominierten naturgemäß, und mancher Gast wünschte sich, in der eigenen Schulzeit die Möglichkeit gehabt zu haben, Englisch auf diese Weise zu lernen. Das alles passierte in einer Kulisse, die einem Varieté des 20. Jahrhunderts entnommen war, in einem sanften Rot und plüschig. Dass die Kooperation am Stift auf einem guten Weg ist, bewies bei einigen Kompositionen die Beteiligung des Unterstufenchors.

Insgesamt 20 Stücke wurden geboten. „Barfuß Am Klavier“ geriet zu einem außergewöhnlich empathischen Beitrag, der frenetischen Beifall zur Folge hatte. Songs von Amy Winehouse wie „Rehab“ oder John Lennons „Imagine“ generierten Beifallsstürme. Von „Knockin‘ On Heavens Door“ von Bob Dylan bis „Bye Bye“ von Cro ging das Spektrum der 20 Stücke, die ohne Ausnahme professionell präsentiert wurden.

Mit stehenden Ovationen honorierten die Gäste „El Perdón“, „Cocinando“ sowie „Dani California“, ein Fest überschäumender Gefühle. Die Stimmen der Jugendlichen, die Soli auf Klavier, Gitarre, Cello oder mit der Trompete, um nur einige Instrumente zu nennen, waren hervorragend. „Mir geht das Herz auf“, gestand eine Mitwirkende, Tabea Buß, in der Pause. Die Monate, die sie mit ihren Musiklehrern Markus Mönkediek und Timo Vaut an der Vorbereitung zu diesem Konzert gearbeitet hat, seien für sie und ihre Mitstreiter wie im Fluge vergangen.

Der Schulleiter, Oberstudiendirektor Jens Hildebrand, lobte in seiner Dankesrede alle Beteiligten. „Das war ein total genialer Abend! Das war Musik, die unter die Haut geht“, sagte der Direktor.

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