Steht eine Neuauflage für die Burgfestspiele an?

Von: Burkhard Giesen
Letzte Aktualisierung:
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Foto: Archiv/Sandra Kinkel

Nideggen. Wird es im Sommer 2016 nach fünf Jahren Pause wieder Festspiele auf Burg Nideggen geben? Die Chancen stehen jedenfalls nach Einschätzung von Landrat Wolfgang Spelthahn gut: „Ich bin optimistisch, dass wir an die Tradition wieder anknüpfen können“, sagt er.

Auslöser für die neuerliche Diskussion war eine Wahlkampfveranstaltung der CDU. Bürgermeisterkandidat Peter Hüvelmann hatte dabei Spelthahn die Aussage, dass er sich eine Neuauflage der Festspiele vorstellen könne, entlockt. CDU-Vorsitzender Markus Fischer: „Wenn der Landrat das im Wahlkampf anbietet, dann ist doch klar, dass wir dieses Angebot auch weiter verfolgen sollten. Die Burgfestspiele haben immer viele Touristen nach Nideggen gelockt und unser Ziel ist es, die Stadt auch mit Veranstaltungen attraktiver zu machen.“

Also hat die CDU Nideggen für die kommende Hauptausschusssitzung in der nächsten Woche einen entsprechenden Antrag gestellt, dass die Verwaltung beauftragt werden soll, Gespräche mit dem Kreis und der Kreiskulturinitiative zu führen. Dem steht auch Nideggens Bürgermeister Marco Schmunkamp positiv gegenüber: „Das Gespräch mit dem Landrat wollte ich nach seiner Aussage im Wahlkampf sowieso suchen, dem Beschluss jetzt aber nicht vorgreifen.“

Schmunkamp weiter: „Wenn bisherige rechtliche Bedenken ausgeräumt werden können, werde ich mich darum bemühen, alle einzubinden, die Interesse an einer Neuauflage der Veranstaltung haben.“

Zwei Voraussetzungen

„Gute Festspiele bedeuten einen Mehrwert“, sagt Landrat Spelthahn. Ein Mehrwert, von dem auch Nideggen profitieren würde. Für Spelthahn gibt es aber zwei Voraussetzungen für eine Neuauflage der Festspiele: „Wir sind auf ein gutes Benehmen mit der Stadt angewiesen. In der Vergangenheit gab es Auflagen, die nicht konstruktiv waren.“ So war zum Beispiel die Zuwegung zur Burg, aber auch die Parkplatzsituation problematisch.

„Dafür benötigen wir ein einheitliches Konzept, ohne dass die Sicherheit leidet“, betont Spelthahn. Fischer und Schmunkamp verweisen in dem Zusammenhang beide auf die Festspiele in Monschau, wo die Zuwegung ähnlich schwierig ist, eine Genehmigung aber trotzdem unproblematisch. Fischer: „Es müssen ja vielleicht auch nicht unbedingt die ganz großen Veranstaltungen sein.“

Dass sich die damaligen Veranstalter in Nideggen nicht immer willkommen fühlten, hatte neben atmosphärischen Störungen in der Stadt aber noch eine andere Ursache: Die Zusammenarbeit mit dem Pächter der Burg gestaltete sich schwierig. Ein Problem, das mit der Kündigung des Pachtvertrages inzwischen gelöst ist.

Zweite Voraussetzung für Spelthahn: „Wir müssen einen Partner aus dem Veranstaltungsbereich finden, der mit eigenem Geld mit ins Risiko geht. Die öffentliche Hand kann das nicht übernehmen.“ Andeutungen, wer da als Partner infrage kommen könnte, macht Spelthahn noch nicht, die Gespräche sind aber offensichtlich bereits relativ weit gediehen. So spricht Spelthahn auch davon, dass er „kurzfristig“ von einer Lösung ausgeht. Denn wenn im Sommer 2016 die Veranstaltungsreihe auf der Burg stattfinden soll, muss das Konzept allerspätestens Anfang des Jahres stehen.

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