Stefanie Heinzmann legt eine tolle Show hin

Von: Tobias Röber
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Bot eine tolle Show und ließ
Bot eine tolle Show und ließ sich dabei auch nicht vom Dauerregen beeinflussen: Stefanie Heinzmann wurde von rund 800 Besuchern auf Schloss Merode gefeiert. Foto: Röber

Merode. Irgendwie hatte der Wettergott weder Stefanie Heinzmann, noch den rund 800 Zuschauern richtig zugehört. Als die 22-jährige Sängerin auf die Bühne gestürmt kam, sagte sie dem regnerischen Wetter umgehend den Kampf an. Es nützte nichts, der Himmel ließ seine Schleusen geöffnet.

Der guten Stimmung tat das aber keinen Abbruch. Die Schweizerin Stefanie Heinzmann legte eine tolle Show bei den Festspielen in Merode hin.

Vielleicht lag das Wetter ja auch daran, dass Stefanie Heinzmann und ihre Band, die „Fonky Fonks”, sich mit einem urgewaltigen Kampfschrei auf das Konzert eingestimmt hatten. Das leichte Gemurmel der Fans war mit diesem lauten Schrei, das irgendwo neben der Bühne seinen Ursprung hatte, jedenfalls schnell verstummt, und die ganze Aufmerksamkeit richtete sich auf die Bühne.

Erst kamen die „Fonky Fonks”, und dann hüpfte die 22-jährige Sängerin auf die Bühne. „Es ist so schön, hier zu sein”, schmeichelte sie ihren Zuhörern gleich einmal und deutete mit einer ausladenden Geste auf „dieses wunderbare Schloss”, das in wechselnden Farben angestrahlt wurde. Mit den Worten „Was für ne Wahnsinns Location” hatte sie ihren eigenen Auftritt noch rund drei Stunden zuvor samt Foto über ihre Facebook-Seite angekündigt.

Locker, witzig, aufgedreht

Locker, witzig und aufgedreht wirbelte sie gleich los und wirkte dabei zu jeder Zeit sympathisch. da passt es nur zu gut, dass sie im Jahr 2008 in der Kategorie „Sympathieträger” des Goldenen Musikagenten ausgezeichnet wurde. Der Regen machte spätestens ab den ersten takten Musik keinem Besucher mehr etwas aus. Zum einen, weil eifrige Mitarbeiter Regencapes verteilten. Und auch Stefanie Heinzmann organisierte fleißig Plastiküberzüge und warf sie den Musikfans in den ersten Reihen zu.

Auch der Comet als „Bester Live Act” steht bereits in ihrer Vitrine. Warum, das wissen die 800 Zuschauer in Merode jetzt nur zu gut. Die gute Laune der jungen Schweizerin war ansteckend, ihre Lieder echte Ohrwürmer. Egal, ob sie mit eigenen Titeln wie „My Man is a mean Man” (mit dem sie übrigens im Finale des Raab-Wettbewerbs angetreten ist) daherkam oder mit Coverversionen wie „The Unforgiven” der Heavy-Metal-Band Metallica. Mitsingen, klatschen und tanzen zum Takt der Musik konnte sich da kaum einer verkneifen

Spaß auf der Bühne

Heinzmann überzeugte mit klarer Stimme, die Zuschauer merkten bei jedem Lied, wie viel Spaß sie auf der Bühne hatte. Ständige Unterhaltungen mit dem Publikum gehörten ebenso selbstverständlich dazu. „Ich will jetzt alle Eure Reggae-Arme sehen”, forderte sie bei einem Ausflug in die Reggaemusik auf. Und eine Besucherin hatte doch tatsächlich nicht mitgemacht. „Macht alle mit. Auch Du da in Grün”, packte Heinzmann auch den letzten Fan bei der Konzertbesucher-Ehre.

Stefanie Heinzmann wurde dem breiten Publikum zwischen Oktober 2007 und Januar 2008 bekannt. Die junge Frau gewann damals den von Stefan Raab konzipierten Wettbewerb „SSDSDSSWEMUGABRTLAD”, was für „Stefan sucht den Superstar, der singen soll, was er möchte, und gerne auch bei RTL auftreten darf!” steht. Im Gegensatz zu vielen Castingshow-Gewinnern schaffte Heinzmann danach jedoch auch den großen Durchbruch und heimste jede Menge Preise ein, sowohl in Deutschland, als auch in ihrer Heimat. Unter anderem gewann sie 2008 die Einslive-Krone als „Bester Newcomer”, 2009 bei den Swiss Music Awards in den Kategorien „Best Newcomer National” und „Best Song National”, ebenfalls 2009 den Echo in der Kategorie „Beste Künstlerin National Rock/Pop” und 2010 den Kids Choice Award Schweiz in der Kategorie „Lieblings-Musikstar”. Im Frühjahr dieses Jahres gab sie ihr erstes Konzert in den USA.

Stefanie Heinzmann hatte in Merode viele Lieder ihrer zwei Studioalben „Masterplan” (aus dem Jahr 2008) und „Roots to grow” (2009) im Gepäck. Nach letzterem ist auch ihre aktuelle Tour benannt.

Astreiner Auftritt

Als Vorgruppe hatte bereits Emma 6 aus Heinsberg einen astreinen Auftritt hingelegt. Die Brüder Peter und Henrik Trevisan und Dominik Republik heizten den Zuschauern mit ihrem deutschen Liedgut ordentlich ein und zeigten, warum sie es bereits in die Charts geschafft haben.

In der kommenden Woche gibt es weitere musikalische Höhepunkte auf Schloss Merode. Am Freitag, 2. September, steht die Rockband „Bosse” im Rahmen ihrer Tour mit dem Titel „Wartesaal” auf der Bühne, am Samstag, 3. September, kommen dann die Schlagerfans auf ihre Kosten, wenn „die singende Föhnwelle” Dieter Thomas Kuhn Merode erobert. Beide Konzerte beginnen um 20 Uhr. Mal sehen, wie gut diese Künstler sich mit dem Wettergott verstehen.
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