„Stefan Michalke Quartett“ sorgt für Jazz-Club-Atmosphäre

Von: Gudrun Klinkhammer
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Das Stefan Michalke Quartett sorgte für feine Jazz-Club-Atmosphäre im Haus der Stadt. Foto: Gudrun Klinkhammer

Düren. Feine Jazz-Club-Atmosphäre entfaltete sich am Freitagabend im Foyer im Haus der Stadt. Die Cappella Villa Duria hatte unter der Überschrift „Musik im Foyer“ das relativ neu zusammengestellte „Stefan Michalke Quartett“ engagiert.

Kopf der Gruppe ist der hervorragende Jazzpianist und Namensgeber Stefan Michalke. Ebenfalls auf der Bühne standen die nicht minder guten Instrumentalisten Christine Corvisier (Saxofon), Stefan Berger (Kontrabass) und Stefan Kremer (Schlagzeug).

Erläuterungen der Stücke

Das Quartett interpretierte Kompositionen von Michalke neu. Die Arbeiten brachte der versierte Tonkünstler in den vergangenen Jahren zu Papier. Zwischen den Stücken erläuterte der Komponist und Pianist seine Werke.

Was auffiel: Der Einstieg in die Klangwelt des Jazz gelang dem Musiker oft verblüffend gut über einen kleinen Umweg. Er nutzte freiere Tontechniken oder auch klassische Elemente, die er dann in der triolisch agierenden Welt des Jazz verankerte und nach einigen einleitenden Takten regelrecht von der Leine ließ. Genau in diesem Moment stiegen dann Bass, Schlagzeug und die führungsstarke Saxofonistin mit ein.

Christine Corvisier griff entweder auf ein Sopran- oder ein der männlichen Stimme nicht unähnliches Tenorsaxofon zurück, stellte die musikalischen Themen vor, um sie dann selbst in einem Chorus zu verarbeiten oder sie an ihre Mitspieler zur Verarbeitung weiterzureichen. Michalke: „2011 starteten Christine und ich unsere Zusammenarbeit, zunächst spielten wir als Duo.“

Aus dieser Zeit, in der Corvisier in den Niederlande studierte, stammt der Titel „Days in Amsterdam“. In der neuen Quartettfassung wird die große Hafenstadt mit der entspannten Ausstrahlung wunderbar plastisch. Ebenfalls wunderschön kam der Jazz Waltz „Dreierlei“ daher, den Michalke schrieb, nachdem er den Akkordeonisten Manfred Leuchter kennengelernt hatte. Stefan Kremer setzte in diesem Werk auf Trommel und Percussion, der Tango und das Quartett „Quadro Nuevo“ schienen für diese südfranzösisch oder auch argentinisch angehauchte Komposition Pate gestanden zu haben.

Alles in allem ein wunderschöner Abend, der das Publikum begeisterte und nicht nur gedanklich, sondern auch körperlich mitgehen ließ.

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