Statt Stellenplus muss die Polizei Düren Personal abgeben

Von: bugi
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Kreis Düren. Seine Erwartungshaltung an die neue Landesregierung hatte Landrat Wolfgang Spelthahn noch am Wahlabend formuliert: „Wir brauchen mehr Personal für die Polizei, bei uns im Kreis Düren fehlen 50 Stellen.“

Das Gegenteil ist nun eingetreten: Ein Erlass des neuen NRW-Innenministers Herbert Reul (CDU) sieht vor, dass die Kreispolizeibehörde Düren 4,4 Stellen abgeben muss.

„Wir müssen der niedrigeren Kriminalitätsbelastung im Kreis Düren Rechnung tragen“, erklärt Landrat Wolfgang Spelthahn, gleichzeitig Chef der Kreispolizeibehörde. „Wichtig für mich ist, dass die neue Landesregierung die Ausbildungskapazitäten deutlich erhöht, weil wir es in der Vergangenheit noch nicht mal geschafft haben, altersbedingt ausscheidende Beamte zu ersetzen“, hofft Spelthahn, dass seine Erwartungen „mittelfristig erfüllt werden“.

„Kein Sicherheitsdefizit“

Im Wahlkampf war von einer mittelfristigen Lösung der Stellenbesetzung bei der Polizei nicht die Rede, stattdessen wurden kurzfristige Versprechen abgegeben. Spelthahn: „Bei plakativen Aussagen einer sofortigen Besserung muss jeder Praktiker wissen, dass man in einem qualifizierten Beruf erst mal ausbilden muss.“ Das sieht auch Gerd Königs, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei im Kreis Düren, so: „Uns holen die Mindereinstellungen der letzten Jahre ein.

Natürlich hatten auch wir die Erwartung, dass mehr Personal kommt. Gleichzeitig war aber jedem klar, dass das nicht sofort greifen kann.“ Wie sich das Minus bei den Stellen der Kreispolizeibehörde auswirken wird, kann Königs nicht einschätzen. „Das obliegt der Behördenleitung, den Verlust von vier Stellen zu kompensieren. Der Bürger auf der Straße wird das aber eher nicht spüren und ein Sicherheitsdefizit im Kreis sehe ich dadurch auch nicht. Es wird aber eine höhere Arbeitsbelastung für die Kollegen geben“, vermutet Königs.

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