Startschuss für Ortsumgehung B56n

Von: sj
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Nach dem ersten Spatenstich für die B 56n wurde der offizielle Ostumgehungskuchen angeschnitten. Dieser lang ersehnte Termin musste aber keinem Dürener versüßt werden.  Foto: Stephan Johnen

Düren. Der 10. Dezember ist ein historischer Tag. Am 10. Dezember 1845 beispielsweise wurde in England der Gummireifen patentiert, bereits 1799 hat Frankreich am 10. Dezember das metrische System eingeführt und 1868 stand vor dem englischen Parlament in London die erste Ampel der Welt.

Sie wurde mit Gas betrieben – und explodierte kurze Zeit später. Doch ohne diese Errungenschaften und die Erfindung des Automobils wäre der 10. Dezember 2013 kein historischer Tag für die Stadt Düren gewesen: Mit dem ersten Spatenstich wurde am Dienstag symbolisch mit dem Bau der östlichen Ortsumgehung der Stadt begonnen. Vertreter von Bund und Land griffen gemeinsam zum Spaten.

„Nach vier Jahrzehnten des Wartens und 25 Jahren Planungsphase haben wir heute das Startsignal gegeben“, sagte der Dürener CDU-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, Thomas Rachel, als Vertreter der Bundesregierung. „Darauf haben die Dürener lange gewartet“, führte Rachel weiter aus. Die Bundesregierung wird für den Bau der 6,6 Kilometer langen Ostumgehung 33,4 Millionen Euro investieren, 2017 soll das Projekt abgeschlossen sein. Die Zahl der Autos, die täglich durch Düren rollt, soll sich von 29.000 auf 15.000 fast halbieren. „Das bringt den Anwohnern eine Verbesserung der Lebensqualität und der Stadt neue Möglichkeiten der städtebaulichen Entwicklung“, sagte Rachel.

„Dieser Tag ist ein guter Tag für die Stadt Düren und das Land Nordrhein-Westfalen“, urteilte Gunther Adler (SPD), Staatssekretär für Verkehr des Landes NRW. Es sei bemerkenswert, dass die Bundesregierung 33,4 Millionen Euro in die B56n investiere. „Es zeigt aber auch, wie dringend diese Umgehungsstraße gebraucht wird“, sagte er und dankte den Dürenern, die „nie nachgelassen haben“ für die Ostumgehung zu kämpfen.

In dieses Horn stieß auch Dürens Bürgermeister Paul Larue, der sich bei allen Mitstreitern bedankte, unter anderem dem CDU-Bundestagsabgeordneten Thomas Rachel und seinen Kollegen Dietmar Nietan (SPD) und Oliver Krischer (Die Grünen) und der „Bürgerinitiative für die B56n“ um Eberhard Hess. „Düren atmet auf“, blickt Larue hoffnungsvoll in die Zukunft. „Die Lasten, die die Bürger jahrzehntelang tragen mussten, werden deutlich reduziert.“ Der ab dem Jahr 2017 mögliche Rückbau der Bundesstraße 56 lasse den „Trennstrich“ in der Innenstadt zur Geschichte werden. Für Industrie und Gewerbe könnten neue Flächen entlang der Ostumgehung erschlossen werden, um bestehende Arbeitsplätze zu sichern und neue Unternehmen anzusiedeln.

Die ersten konkreten Planungen zum Bau der B56n begannen Ende der 1980er Jahre, blickte Winfried Pudenz, Hauptgeschäftsführer des Landesbetriebs Straßenbau NRW, in die Historie zurück. Der Planfeststellungsbeschluss wurde am 30. September 2009 erlassen – und beklagt. Seit Rücknahme der Klage im vergangenen Monat besteht rechtskräftiges Baurecht. „Vor Weihnachten werden wir nicht anfangen, aber danach beginnen die Arbeiten“, sagte Projektleiter Arnd Meyer. Der Platz am Sievernicher Weg, auf dem der Spatenstich stattfand, sei „nicht unnütz“ angelegt worden: Er wird einmal der Brückenfuß der Brücke, über die der bisherige Feldweg über die B56n geführt wird.

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