Standardisierte Systeme zur Pflege der Schulcomputer

Von: Simone Dolfus
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Peter Schmitz, Heinrich Stommel, Bernhard Hadel von der kdvz und Jürgen Frantzen (v.l.) unterzeichneten in Jülich den Vertrag. Foto: Dolfus

Jülich/Niederzier. Über ihren IT-Dienstleister kdvz (Kommunale Datenverarbeitungszentrale) Rhein-Erft-Rur haben sich die Gemeinden Jülich, Titz und Niederzier für ein zunächst zwei Jahre laufendes Projekt im Bereich des EDV-Supports (Wartung, Unterhaltung, Installation, Konfiguration etc.) für Schulen zusammengeschlossen.

Gemeinsam nutzen sie künftig das unter Federführung der Stadt Jülich entwickelte Knowhow. Bereits 2002 erarbeitete die Herzogstadt in Kooperation mit der kdvz ein „Konzept für den Einsatz von Medien und Informationstechnologie” für die fünf Grundschulen, eine Förderschule und drei weiterführende Schulen der Stadt.

Strukturiertes Vorgehen

Dieses Konzept besticht durch ein standardisiertes und strukturiertes Vorgehen, das einerseits allen Schülern möglichst ähnliche EDV-Voraussetzungen und andererseits große Einsparpotenziale bietet. „Durch die Standardisierung haben wir unsere Investitionskosten erheblich gesenkt”, erklärte Richard Schumacher, Leiter der EDV-Organisation der Stadt Jülich.

Denn nachdem die Zusammenarbeit mit einem externen Anbieter keine positiven Erfahrungen brachte, übernahm die Stadt den EDV-Support selbst. Mit 190000 Euro für die ersten zwei Jahre war die Rurstadt 2004 in den Betrieb gestartet. Mittlerweile werden jährlich nur noch 70.000 Euro benötigt.

Weiteres Kürzungspotenzial ist vorhanden, spätestens mit der „Clusterbildung” mit Titz und Niederzier. Wie Schumacher erläuterte, erleichtern standardisierte Systeme die Hard- und Softwarepflege.

So könne man beispielsweise mit Hilfe „selbstheilender Netzwerke” ältere Hardware länger benutzen. „Wenn man sich auf eine breitere Basis stellt, wird es für alle Beteiligten wirtschaftlicher”, so Jülichs Bürgermeister Heinrich Stommel.

Synergieeffekte ergeben sich durch die Bündelung von Wissen und Bedarf oder anteilige Overheadkosten. Die Stadt Jülich übernimmt Steuerung und Koordination. 2,5 Mitarbeiter der kdvz stehen für den Support zur Verfügung. „Bei uns haben Sie offene Türen eingerannt”, erklärte der Titzer Beigeordnete Jürgen Frantzen.

Titz stellt 50.000 Euro aus dem Haushalt für die Ausstattung mit elektrischer Tafel und Beamer bereit. Die Gemeinde Niederzier nimmt 30.000 Euro aus dem Konjunkturpaket II in die Hand sowie weitere Mittel aus dem Haushalt. Dies erklärte Peter Schmitz als Vertreter von Niederziers Bürgermeister Hermann Heuser bei der Vertragsunterzeichnung im Jülicher Rathaus. Bereits jetzt haben weitere Kommunen Interesse an einer Kooperation angemeldet.
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