Stadtwerke drehen 300 Menschen den Gashahn zu

Von: Fred Schröder und Christoph Lammertz
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Den Gashahn zugedreht: Die Häuser an der Bismarckstraße 1 - 1d erhalten von den Stadtwerken seit gestern nur noch Wasser und Strom. Foto: Schröder

Düren. Die Stadtwerke Düren (SWD) haben rund 300 Bewohnern der Miethäuser an der Bismarckstraße 1 - 1d, des so genannten Provinzialhauses, den Gashahn zugedreht.

„Wir haben seit zweieinhalb Jahren Probleme mit den Zahlungen der Wohnungseigentümergesellschaft (WEG); jetzt liegt der Zahlungsrückstand in einem sechsstelligen Bereich”, begründete SWD-Geschäftsführer Heinrich Klocke am Dienstag die ungewöhnliche Maßnahme. „Seit rund einem Jahr sind die Abschläge für Strom, Erdgas und Wasser weder vollständig noch fristgerecht gezahlt”, erklärte Vertriebsleiter Ingo Vosen.

Mit Strom und Wasser werden die Mietparteien zunächst weiter versorgt. Damit ist auch die Warmwasserversorgung weiter gewährleistet.

Zahlungsprobleme sind für die Stadtwerke bei diesem Objekt nicht neu. Bereits im September 2009 gab es das fast identische Szenario. Auch damals warteten die SWD auf Geld in ebenfalls sechsstelliger Höhe und drohten vor dem Winter mit der Einstellung der Energielieferungen. Das Problem: Viele Mieter versicherten, ihre Nebenkostenrechnungen pünktlich an die Hausverwaltung der WEG gezahlt zu haben, doch bei den Stadtwerken kam das Geld nicht an.

Damals ließ der Energieversorger noch Gnade vor Recht ergehen, jetzt zog er vorläufig die Notbremse.
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