Düren - Stadtwerke: AfD lehnt Anteilskauf ab

Stadtwerke: AfD lehnt Anteilskauf ab

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Die Fraktion der Alternative für Deutschland lehnt den geplanten Ankauf von Anteilen der Stadtwerke Düren durch die Stadt ab. Foto: Abels

Düren. Die Fraktion der Alternative für Deutschland (AfD) im Stadtrat lehnt den geplanten Ankauf von Anteilen der Stadtwerke Düren durch die Stadt ab. Dies gab der AfD-Fraktionsvorsitzende Bernd Essler bekannt.

Das Geschäftsmodell „Stadtwerke“ sei seit Jahren tot, betont die AfD. Bei stagnierenden Absatzmengen und verschärftem Wettbewerb seien die Margen permanent unter Druck, so dass mit steigenden Erlösen nicht zu rechnen sei, argumentiert Essler.

Im Gegenteil, die ständig steigenden Personal- und Sachkosten würden eigentlich Preissteigerungen bei Strom und Gas erforderlich machen, die aber am Markt nur begrenzt durchsetzbar seien. Eine Ausnahme gebe es nur beim Verkauf von Trinkwasser. Essler: „Da aber auch hier die Absatzmengen ständig schrumpfen, können namhafte Erlössteigerungen nur über Preissteigerungen erzielt werden.“

Belastung des Haushalts

Angesichts der Kreditaufnahme, die für den Ankauf der Anteile erforderlich wäre, macht die AfD darauf aufmerksam, dass schon heute feststehe, dass einige SWD-Geschäftsjahre in Zukunft keine Ausschüttung zulassen werden. „Dann müssen Zins und Tilgungen aus dem laufenden Haushalt der Stadt beglichen werden, der sowieso noch immer ein strukturelles Defizit zeigt“, betont Essler. Er befürchtet, dass am Ende die SWD-Kunden mit deutlich steigenden Wasserpreisen und der Dürener Steuerzahler die Zeche zahlen müssen.

Wert hochgerechnet

Freuen könne sich aus Sicht der AfD das RWE, das „für die praktisch unverkäufliche Geschäftsanteile nun 28,5 Millionen Euro erhalten soll“. RWE habe den Anteil 2002 für rund 35 Millionen Euro angekauft und realisiere nun freiwillig einen Verlust von 6,5 Millionen Euro. „Dabei hat sich der Gutachter schon alle Mühe gegeben, den Wert der Stadtwerke ‚hochzurechnen‘, indem er zukünftige erwartete Gewinne mit eingerechnet hat, um überhaupt auf diesen Kaufpreis zu kommen“, betont Essler.

„Gewinner“ des Verkaufsprozesses seien zudem die professionellen Berater, die bemüht wurden. „Die Gesamtkosten für Externe werden sich auf rund 500.000 Euro belaufen und wenn man die Belastung des städtischen Personals mit einrechnet, das sich monatelang intensiv mit diesem Vorgang auseinandersetzen musste, dürfte die Kostenbelastung für den Stadthaushalt direkt und indirekt bei rund einer Million Euro liegen“, argumentiert Essler abschließend.

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