Stadtteilvertretung: Flüchtlinge sind willkommen

Letzte Aktualisierung:

Düren. Über 80 Vertreter von Vereinen, Institutionen und Wohnquartieren kamen im „Haus für Alle“ zur Mitgliederversammlung des Vereins „Stadtteilvertretung Nord-Düren“ zusammen. Der Verein wurde 2012 gegründet, um den Erneuerungsprozess in der Nordstadt nachhaltig weiterzuführen.

Ralf Schmitz als Versammlungsleiter führte durch die Tagesordnung, wozu neben dem Ge-schäfts- und Kassenbericht – vorgetragen von Rita Vogt – auch die Neuwahl des Gesamtvorstandes gehörte.

Der neue Vorstand

Unter der Leitung von Norbert Schmitz wurden in den geschäftsführenden Vorstand gewählt: als Vorsitzende Ralf Schmitz und Atila Balikci, als Geschäftsführer Gülten Dogan und Hassan Hamade, als Kassierer Rita Vogt und Sebahattin Atabey, als Schriftführer Karl-Heinz Küpper und Ulla Struve. In den erweiterten Vorstand wurden 24 Personen aus Vereinen, Verbänden, öffentlichen Einrichtungen und in Nord-Düren ansässigen Unternehmen gewählt.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung fand eine Info-Veranstaltung statt, auf der die fünf wichtigsten Problem- und Handlungsfelder für Nord-Düren vorgestellt wurden, die im Rahmen der Stadtteilerneuerung bearbeitet werden sollen. In den kommenden Jahren geht es darum, die entstandenen Kooperationsstrukturen zu sichern und auszubauen, die Gebäude- und Wohnungssanierung voranzubringen, Kampagnen gegen Drogen, zur Sauberkeit, zur öffentlichen Ordnung und zum Verkehr fortzuführen, das Nutzungs- und Bewirtschaftungskonzept für das „Haus für Alle“ zu verwirklichen sowie arbeitsmarkt- und sozialpolitische Programme auch für die städtebauliche Aufwertung und die Förderung der lokalen Ökonomie zu nutzen.

Es folgten Berichte von Projektgruppensprechern zu aktuellen Themen: Franz-Josef Helge und Frank Nürnberg informierten über das von der Projektgruppe Sauberkeit und Umwelt neu erarbeitete Meldesystem, um die Verunreinigungen im Stadtteil systematisch zu dokumentieren und an die verantwortlichen Stellen weiterzuleiten.

Bus bis zu Glashüttenstraße

Alfred Lützler berichtete erfreut, dass nach knapp fünfjährigem Engagement der Projektgruppe Verkehr im Dezember die Buslinie zur Glashüttenstraße eingerichtet wurde. Die Projektgruppe plant, auch Verkehrssicherheitsthemen zu bearbeiten, insbesondere die Sicherheit von Radfahrern zu prüfen. Michael Joerres von der Projektgruppe Bauen und Wohnen wies auf die hohe Anzahl von Problemimmobilien hin, die neben einem hohen Sanierungsbedarf durch Überbelegung, Mietwucher und gravierende Mängel gekennzeichnet sind.

Nordstadt doppelt betroffen

Der Rat der Stadt Düren hatte Ende vorigen Jahres Beschlüsse zur Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen gefasst, wovon Nord-Düren in zweifacher Hinsicht betroffen ist. Zum einen sollen die leerstehenden Fertigbauklassen der ehemaligen Realschule Nord als Notschlafstelle für maximal 30 Flüchtlinge genutzt werden. Zum anderen soll das Gebäude der Kindertagesstätte „Villa Winzig“ nach deren Auszug in die Grundschule St. Joachim zu einem Übergangswohnheim umgebaut werden.

Die Versammlung kritisierte den Ratsbeschluss, weil die Stadtteilvertretung im Vorfeld der Entscheidung nicht an der Planung beteiligt worden sei.

Gleichzeitig sollen die Flüchtlinge im Stadtteil willkommen geheißen werden, was durch einen Grundsatzbeschluss der Stadtteilvertretung einstimmig bekräftigt wurde. Angemahnt wurde in diesem Zusammenhang eine gerechtere Verteilung auf alle Dürener Stadtteile.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert